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Jenny Bertram vom Backstage erklärt das "Pelzverbot" in dem Live-Club.

Keine Annahme an der Garderobe

Das Backstage verhängt ein Pelzverbot

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München - Nachtschwärmer müssen sich beim Besuch des Backstage an der Friedenheimer Brücke jetzt noch mehr Gedanken machen, was sie anziehen: Denn an der Garderobe werden Jacken mit Pelz nicht mehr angenommen - auch nicht, wenn sie "nur" einen Pelzbesatz an der Kapuze haben.

„Sobald unsere Mitarbeiter unsicher sind, ob’s Echtpelz ist, nehmen sie die Jacke nicht an. Wir sehen es als Statement, wenn jemand echt aussehendes Kunstfell trägt“, sagt Backstage-Mitarbeiterin Jenny Bertram (38).

Als Laie sei es schwierig, Kunst- von Echtpelz zu unterscheiden, sagt Melanie Reiner von der Tierschutzorganisation Animals United. Immer wieder decken Tierschützer auf, dass Echtpelz als Kunstpelz deklariert wird. Das Personal an der Garderobe wird deshalb vor allem in der Argumentation geschult. Womöglich wird der ein oder andere Pelzträger auf Lederjacken verweisen, die an der Garderobe nach wie vor angenommen werden. Jenny Bertram hat den Boykott angeregt: „Ich habe kürzlich einem jungen Mädchen gesagt, dass sie Kojotenfell trägt, das dem Hund bei lebendigem Leibe Fell über die Ohren gezogen wurde. Sie hat nur mit den Schultern gezuckt.“ Weil es bei Facebook fast nur positive Reaktionen gab, diskutieren sie im Team schon den nächsten Schritt: bei hauseigenen Veranstaltungen niemanden mehr mit Pelz reinzulassen. Ganz pelzfrei wird das Kulturzentrum wohl nie. Ein Pelzverbot ist bei Konzerten wegen der Tickets im Vorverkauf nicht durchzusetzen.

Sehen Sie hier im Video: So erkennt man, ob der Pelz echt oder unecht ist.

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