Isarfischer Eisbach
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Die Isarfischer und der beharrliche Biber.
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Die Isarfischer beim Abfischen des Eisbachs.
Isarfischer Eisbach
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Die Isarfischer beim Abfischen des Eisbachs.
Isarfischer Eisbach
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Die Isarfischer beim Abfischen des Eisbachs.
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Die Isarfischer beim Abfischen des Eisbachs.
Isarfischer Eisbach
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Die Isarfischer beim Abfischen des Eisbachs.
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Die Isarfischer beim Abfischen des Eisbachs.
Isarfischer Eisbach
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Die Isarfischer beim Abfischen des Eisbachs.

Sein Revier wollte er nicht aufgeben

Beharrlicher Biber bremst "Isarfischer" aus

München - Mit einem beharrlichen Biber hatte es die Feuerwehr am Samstag zu tun: Er wollte sich von den Isarfischern bei der jährlichen Bachauskehr nicht aus seinem Revier vertreiben lassen.

Zwei Mietfahrräder, Tablet-Computer, eine leere Geldkassette und Unrat aller Art – es sind erstaunliche Fundstücke, die wieder auftauchen, wenn der Eisbach abgelassen wird. Derzeit ist dies wieder einmal der Fall, weil der Bachlauf gesäubert wird. Damit die darin schwimmenden Fische dies überleben, werden sie abgefischt – lebend eingesammelt – und in die Isar umgesetzt. Doch bei der Aktion am Samstagvormittag wurden die Helfer des Vereins „Isarfischer“ ausgebremst: von einem Biber.

Es ist 8 Uhr, als rund 15 Fischer in das nur noch 30 Zentimeter hohe Wasser am Tivolikraftwerk steigen. Sie ziehen bachaufwärts, mit Hilfe eines sogenannten Elektrofisch-Geräts machen sie die Tiere fluchtunfähig, holen sie mit Keschern aus dem Wasser und sammeln sie in Bottichen für den Transport. Gut kommen die Helfer voran – bis zur Brücke Am Tucherpark. „Plötzlich sah ich einen Biber vor uns im Wasser“, erzählt Edi Rauch, Vorstandsmitglied der Isarfischer. Das ausgewachsene Tier war durch den Wassermangel offensichtlich irritiert und drückte sich unter der Brücke an die Betonwand. Da die bis zu 30 Kilo schweren Tiere mit ihren Zähnen Menschen ernsthaft verletzen können, stellt der Fischer-Trupp seine Arbeit ein und holt Hilfe. „Wir haben zuerst beim Tierpark nachgefragt, und dort hat man uns gewarnt, dem Tier ja nicht zu nahe zu kommen“, berichtet Rauch. „Also haben wir die Feuerwehr gerufen.“ Die schickt einen Trupp, doch die Einsatzkräfte winken schnell ab. „Die hatten auch nichts, mit dem sie den Biber einfangen und umsetzen konnten“, sagt Rauch.

Letztlich wurde die Entscheidung getroffen, den Biber in seiner angestammten Umgebung zu lassen und nicht zu „evakuieren“. Schließlich gelang es, das Tier wieder nördlich in Richtung des mehr bewaldeten Bachlaufs zu treiben.

Nach gut einstündiger Verzögerung konnten die Fischer am Samstag noch den restlichen Eisbach bis zur Tivoli-Brücke abfischen. In rund 14 Tagen soll der Bach dann gesäubert sein und wieder geflutet werden. „Dann wandern die Fische wieder von alleine zu“, erklärt Rauch. Und auch der Biber hat dann seine gewohnte Umgebung zurück.

Laut dem Bund Naturschutz gibt es auf Münchner Stadtgebiet etwa zehn Biberreviere an Isar und Würm. Bayernweit wird die Population auf etwa 8000 Tiere geschätzt. Wer sich in München auf die Suche nach dem bis zu 1,30 Meter langen Tier machen möchte, kann neben dem Englischen Garten auch im Pasinger Stadtpark, in Untermenzing bei der Inselmühle und in Moosach beim Rangierbahnhof fündig werden. In typischen Holzburgen haust der Münchner Biber allerdings nicht. Dafür sind die Wasserflächen in der Stadt zu klein. Die Tiere suchen sich hier meist große Höhlen unter Wurzelstöcken am Flussufer. 

Sven Rieber

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