Polizei richtete Sperrzone ein

Bombe auf BMW-Gelände entschärft - 500 Anwohner evakuiert

München - Bei Bauarbeiten auf dem BMW-Gelände an der Schleißheimer Straße wurde eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Bombe wurde am Donnerstagabend entschärft.

Auf dem Gelände des Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW an der Schleißheimer Straße in München ist am Donnerstag eine alte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Sie wurde am Mittag gegen 13 Uhr bei Bauarbeiten entdeckt. Sie lag zum Fundzeitpunkt stabil und laut Polizei bestand keine Gefahr. Der Kampfmittelräumdienst ist bereits kurz nach Entdeckung der Bombe aufs Gelände gefahren, das von außen nicht einsehbar ist. 

Die Experten haben entschieden, dass die Bombe noch in den Abendstunden entschärft wird. Damit wurde um 22.30 Uhr begonnen, gegen 23.35 Uhr vermeldete die Polizei via Twitter, dass alles gut gegangen sei. 

„Es war ein bisschen knifflig, aber jetzt ist sie entschärft“, sagte ein Sprecher der Münchner Feuerwehr am späten Donnerstagabend. Zunächst war nichts geräumt worden, alles spielte sich nur auf dem Gelände ab. Umliegende Siedlungen waren laut Polizei ebenfalls zunächst nicht betroffen. Gefahr für Mitarbeiter und Anwohner bestand nicht. Mehrere Tausend Menschen seien auf dem Gelände beschäftigt, sagte ein BMW-Sprecher. Auf die Arbeitsabläufe wirkte sich der Bombenfund nicht aus.

Entschärfung der Bombe: Sicherheitsbereich eingerichtet

Am Abend wurde ein Radius von 400 Metern eingeplant, die Polizei hat einen Plan des betroffenen Gebiets veröffentlicht. Zwar bestand nur eine geringe Gefahr, wegen des Restrisikos habe man sich aber auf diesen Radius um den Fundort geeinigt. Nur wenige Bürger leben in diesem Gebiet, die Polizei spricht von etwa 500, die Anwohner wurden seit 20.20 Uhr von Polizei und Feuerwehr informiert und anschließend evakuiert. 

Für die Anwohner, die ihre Wohnungen verlassen mussten, wurde eine Betreuungsstelle in der Schule an der Keilberthstraße eingerichtet. Von der Schleißheimer/Detmoldstraße und Rathenau/Schleißheimerstraße fuhren Shuttlebusse zur Betreuungsstelle. 

Die Evakuierung ging laut Polizei zügig vonstatten, um 22 Uhr wurde das Gebiet für den Verkehr gesperrt, der Polizei-Heli suchte vor der Entschärfung die Sperrzone noch einmal ab.

Wegen der Entschärfung der Bombe wurde außerdem der U-Bahnverkehr der Linie 2 gegen 21.10 Uhr vorsorglich unterbrochen, teilte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit. Die U2 ging von südlicher Richtung nur bis zum Frankfurter Ring, vom Norden bis Harthof, die U-Bahn-Station Am Hart war für die Dauer der Entschärfung komplett gesperrt. Auch die Buslinie 171 konnte zwei Haltestellen am Abend vorübergehend nicht anfahren.

Um 23.40 Uhr wurden alle Sperrungen aufgehoben.

dop/kg/kb

Rubriklistenbild: © Polizei München

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