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Tunnel ohne Abfahrten: Susanne Mayer und Michael Lotterschmied von der BI „Pro Landshuter-Allee-Tunnel“. 

Bürgerinitiative präsentiert Vorschlag

Landshuter Allee: Spar-Variante für geplanten Tunnel?

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München - Ein Tunnel soll die Verkehrsbelastung an der Landshuter Allee verringern. Da sind sich die Rathaus-Koalition aus SPD und CSU sowie die Bürgerinitiative „Pro Landshuter Allee Tunnel“ einig. Nur die Umsetzung des Megaprojektes sorgt für Differenzen.

Der Landshuter-Allee-Tunnel kommt – das hat der Stadtrat vor einem Jahr beschlossen und dafür Baukosten von knapp 540 Millionen Euro veranschlagt. Die Bürgerinitiative „Pro Landshuter Allee Tunnel“ hat nun ihre Variante einer Untertunnelung vorgestellt. Schneller umsetzbar, kostengünstiger und näher an den Interessen der Anwohner soll sie sein, wie die Sprecher Susanne Mayer und Michael Lotterschmid am Mittwoch sagten.

Die zweite Ein- und Ausfahrt findet sich an der Dachauer Straße. Seitliche Ausfahrten sind nicht vorgesehen.

Der entscheidende Unterschied zur Machbarkeitsstudie der Stadt: Wenn es nach der Bürgerinitiative geht, bräuchte der 1,4 Kilometer lange Tunnel keine seitlichen Ein- und Ausfahrten. Geplant sind bisher zwei in jeder Richtung. Vielmehr würde es ausreichen, den Durchgangsverkehr unterirdisch durch das Viertel zu führen. Anlieger sollten oberirdisch fahren. 70 Prozent des Verkehrs auf der Landshuter Allee sei Durchgangsverkehr, schätzt Mayer. Ihre Frage: „Sind denn die seitlichen Ein- und Ausfahrten überhaupt notwendig, wenn die meisten Verkehrsteilnehmer nicht daran interessiert sind?“ Mayer zufolge nehmen die seitlichen Ausfahrten zu viel Platz weg und schränken somit die Oberflächengestaltung stark ein.

Die Bürgerinitiative legte einen Plan vor, der ihrer Ansicht nach an der Oberfläche den Quartiersverkehr regelt, die Allee berücksichtigt, Platz für Rad- und Fußgängerwege sowie für Parkplätze lässt und Lebensqualität der Anwohner gewährleistet. Zudem würden die Baukosten niedriger ausfallen, so Lotterschmid. Er geht von bis zu 50 Prozent weniger aus. Womöglich seien Bundes- und Landeszuschüsse dann gar nicht mehr erforderlich und der Tunnel könnte in fünf bis sieben Jahren fertiggestellt sein.

Die Tunnel-Variante der Bürgerinitiative sieht eine Zu- und Ausfahrt an der Arnulfstraße vor.

Die Bürgerinitiative fordert nun von der Stadt, ihren Vorschlag zu prüfen. Es gehe darum, zu sehen, welchen Effekt ein verkleinertes Projekt brächte. Ein Jahr lang habe sich die Gruppe mit dem Plan der Stadt und ihrem Alternativvorschlag befasst, mit Anwohnern gesprochen und Vergleiche mit anderen Tunnelprojekten gezogen. „Wir sagen nicht: Wir kennen die Wahrheit“, sagte Lotterschmid. „Aber wir wollen das geprüft haben.“

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