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Christine Strobl

Nach Vorbild der FC Bayern Erlebniswelt

Strobl fordert Olympia-Museum im Stadion

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München - Sport-Bürgermeisterin Christine Strobl, SPD, wünscht sich ein Olympia-Museum in München. In der Dauer-Ausstellung im Olympiastadion soll es nach ihrer Vorstellung um die Geschichte der Sommerspiele 1972 und des Parks gehen.

Strobl ist Aufsichtsrats-Chefin des Olympiaparks.

Derzeit wird um eine Gedenkstätte für die Opfer des Olympia-Attentats gerungen. Unabhängig davon könnte die Diskussion um ein zentrales Olympia-Museum Fahrt aufnehmen. „Ich werde die Idee in den Aufsichtsrat einbringen“, sagte Strobl dem Münchner Merkur. Dann könnte eine Stadtrats-Fraktion – naheliegend wäre Strobls SPD – das Museum auf den Weg bringen. Strobl: „Ich hoffe, dass sich jetzt etwas bewegt.“

Der Stadtrat hat vor Monaten beschlossen, knapp 80 Millionen Euro in die Sanierung des Olympiastadions zu stecken. Nun wird händeringend nach Möglichkeiten gesucht, das Stadion wieder stärker zu beleben. In einem Museum solle es um die Architektur gehen, aber auch um den „größeren Kontext“. Olympia 1972 als ein Wendepunkt in der Nachkriegsgeschichte, die Bedeutung für die Bundesrepublik. „Das lernt ja alles keiner mehr“, sagt Strobl.

Als Ort schwebt ihr die sogenannte zweite Ebene unter der Haupttribüne des Stadions vor. Heute wird dieser Bereich teils für Büros genutzt, teils steht er leer. „Bisher gibt es zu Olympia doch nur einen kleinen Bereich im Stadtmuseum“, sagt Strobl. „Aber natürlich wäre es etwas ganz anderes, das vor Ort zu erleben.“ Als Vorbild nennt sie die FC Bayern Erlebniswelt in der Allianz Arena. „Ein solches Museum sollte auch nicht zu groß sein“, sagt Strobl.

Im Olympiapark stößt die Idee auf Begeisterung. „Da rennt Frau Strobl bei uns offene Türen ein“, sagt Park-Chef Arno Hartung. „Ein Museum hat hier absolut gefehlt.“ Hartung betont, wichtig sei ihm, dass in einer Dauerausstellung auch die Geschichte des Parks nach 1972 erzählt wird. Dann würde es nicht nur um Sport und Architektur gehen – sondern auch um Musik. Hartung schlägt vor, das Rockmuseum, das heute im Olympiaturm zu Hause ist, in die Ausstellung zu integrieren.

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