Eine Trambahn fährt am Hauptbahnhof auf eine andere Trambahn zu.
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Auch für die Eisbachbader gilt Maskenpflicht.

MVG-Mitarbeiter haben viel zu tun

Oben ohne in der Tram: Warum Eisbachschwimmer in Corona-Krise gegen diese drei Regeln verstoßen

  • Stéphanie Mercier
    vonStéphanie Mercier
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Wer sich in der Sommerhitze von der Eisbachwelle durch den Englischen Garten treiben lässt, greift für den Rückweg gern auf die Tram zurück. Doch da gibt es in der Corona-Zeit gleich drei Probleme.

  • Gerade junge Münchner nutzen die Eisbachwelle für eine willkommene Abkühlung in der Sommerhitze.
  • Für den Rückweg greifen sie dann auf die Tram zurück.
  • Da ist allerdings mehrfach illegal - deshalb reagiert die MVG entsprechend.

München - Es sind knapp 30 Grad in der Stadt. An der Tivolistraße warten klitschnasse Münchner auf die Tram. Viele Jugendliche, ein paar Ältere. Ihr Ziel: die Surferwelle, von wo aus sie sich im Eisbach bis hierher haben treiben lassen. Ein Zug kommt, die Badehosigen steigen ein.

Drinnen schauen sich ein paar Buben verdutzt um, ihre Augen bleiben an den bekleideten Mitfahrern hängen. „Die Maske!“, ruft einer und tippt seinen Freund an. Einen Mundschutz hat freilich keiner dabei. Schnell halten sie sich kichernd den Ellbogen vors Gesicht.

Wenn die Sommerluft in der Stadt flimmert, treffen sich manche Münchner zum Eisbachschwimmen - und verstoßen dabei gleich gegen mehrere Vorschriften. Denn Schwimmen ist hier eigentlich verboten. Außerdem fahren viele die zwei Stationen von der Tivolistraße zum Haus der Kunst schwarz zurück. In Zeiten von Corona kommt ein besonderes Problem dazu: Masken haben die Schwimmer selten dabei. Ein Umstand, der Mitfahrer verärgert.

MVG-Sprecher Matthias Korte bestätigt das: „Bei uns beschweren sich Fahrgäste über die Eisbachschwimmer.“ Er appelliert deshalb an die Solidarität der Schwimmer: „Ticket und Maske sind Pflicht.“ Die einfachste Lösung sei, sich einen wasserdichten Beutel zu kaufen und das Nötigste einzupacken.

Damit die Gaudi nicht zum Streitpunkt wird, sind auch regelmäßig MVG-Mitarbeiter im Einsatz. „Sie suchen das Gespräch mit den Schwimmern und verdeutlichen die Spielregeln“, erklärt Korte. Wer ohne Maske und Ticket auf die MVG-Mitarbeiter treffe, müsse den Kilometer zum Startpunkt Eisbachwelle eben laufen.

Zurück an der Tivolistraße: Wieder wartet ein Dutzend Badegäste. Die Tram kommt, die Türen bleiben zu. „Wer keine Maske trägt, kommt nicht rein“, sagt der Fahrer durch. Zwei Jungs schauen sich an, zucken kurz mit den Schultern und laufen los. In der Ferne hört man sie noch lachen, die Gaudi geht weiter - auch ohne Tram.

In München wurde am Donnerstagnachmittag (30. Juli) eine Leiche aus der Isar geborgen. Der entsprechende Einsatz läuft derzeit noch. (S. Mercier) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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