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Beliebt bei Anfängern ist die Surfwelle an der Dianabadschwelle im Englischen Garten.

Es gibt Protest

Wie lange gibt es die Surferwelle im Eisbach noch?

Das Eisbach-Surfen ist eine weltweit bekannte Münchner Attraktion. Eine neue, noch nicht so bekannte Welle soll nun legalisiert werden. Aber es gibt Protest.

München - Das Eisbach-Surfen ist eine weltweit bekannte Münchner Attraktion. Stundenlang beobachten Touristen und Einheimische die Männer und Frauen auf den Brettern am Eisbach. Sie beklatschen und filmen sie. Sobald die Sonne scheint, strömen Surfer und Zuschauer auch bei Kälte oder nachts zum Haus der Kunst, wo Münchens bekannteste Welle unterhalb der Prinzregentenstraße dauerhaft steht.

Eine bislang nicht so bekannte Welle bildet sich ein paar hundert Meter weiter nördlich an der Dianabadschwelle. Auch hier versammeln sich viele Surfer, vor allem Anfänger, da die Welle deutlich sanfter fließt als die an der Prinzregentenstraße. Zuschauer ohne Surfbrett findet man hier eher selten.

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Doch nun formiert sich Widerstand. Anwohnern der unweit gelegenen Oettingen- und Dianastraße zufolge hat der Lärmpegel das Maß des Erträglichen überschritten. Eine von ihnen, Laura B. (Name geändert), ist frustriert darüber, dass sich nun die Grünen im Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel dafür aussprechen, die zweite Welle zu legalisieren. Deshalb schickte sie gemeinsam mit anderen Anwohnern eine Vertreterin zur jüngsten BA-Sitzung, um ihr Leid zu klagen. „Das geht teilweise bis 23 Uhr, mit Beleuchtung. Eine brutale Lautstärke. Man findet keinen Schlaf“, sagte die Vertreterin. „Hier wohnen auch Menschen, die Nachtschichten arbeiten, Krankenschwestern und Piloten zum Beispiel. Wie sollen die tagsüber Schlaf finden?“, ergänzte Laura B. gegenüber dem Merkur.

„Eine extreme Lautstärke“

Die Grünen im Bezirksausschuss halten den Surfsport grundsätzlich für eine kulturelle Bereicherung der Stadt und wollen ihn fördern. Doch mit ihrer Initiative können sie im BA nicht alle überzeugen. Man ist geteilter Meinung. Der BA-Vorsitzende Wolfgang Neumer (CSU) kennt die Situation an der Dianabadschwelle: „Das ist wirklich ein enormes Gekreische und Geschrei, eine extreme Lautstärke. Den Anwohnern gegenüber finde ich das persönlich sehr unfair. Von den Trommlern im Englischen Garten ganz zu schweigen!“

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Auch Laura B. findet den Surfsport grundsätzlich schön und förderungswürdig. Aber „warum installiert man die Welle nicht einfach ein bisschen weiter nördlich. Da sind gar keine Anwohner mehr. Keiner würde gestört werden“, sagt sie. Ihren richtigen Namen möchte sie nicht in der Zeitung lesen. „Den habe ich mal genannt, als es um das Lautstärke-Problem der Trommler im Englischen Garten ging. Danach bekam ich wochenlang Hassbotschaften und Drohungen.“

Die Surfwelle an der Dianabadschwelle ist selbst unter den Surfern nicht ganz unumstritten. Weil es dort gefährliche Unterströmungen gibt und man sich schnell mit Badenden in die Quere kommt.

In der jüngsten Bezirksausschuss-Sitzung haben die Lokalpolitiker nun beschlossen, die Sorgen der Anwohner in der Nähe der zweiten Surfwelle ernst zu nehmen. In der nächsten Unterausschuss-Sitzung Verkehr und Umwelt wird das Anliegen der Anwohner diskutiert. Der BA Altstadt-Lehel greift das Thema dann in der April-Sitzung nochmals auf. 

Hüseyin Ince

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