Mit drei Promille zugelangt

60er- und Bayern-Fans streiten um Lebkuchenherz - Polizei greift zum Reizgas

  • schließen

Ein kleines Derby, beinahe unglaubliche Promille-Werte und ein Lebkuchenherz - das waren die Zutaten für eine unschöne Keilerei am Sonntagabend am Hauptbahnhof.

München - Kleines Derby und Frühlingsfest - eine brisante Kombination! Wie brisant, das zeigte sich am Sonntagabend am Hauptbahnhof. Dort eskalierte zwischenzeitlich ein Streit zwischen einem Bayern- und einem Löwenanhänger, wie die Bundespolizei am Montagnachmittag mitteilte. Auslöser des Zoffs: Ein Lebkuchenherz.

Das hatte ein 22 Jahre alter 60er-Fan einem 38-Jährigen FCB-Freund aus der Hand geschlagen. In der Folge gerieten der Blaue aus Tölz, sein Begleiter aus Sachsenkam und der Rote aus Aschaffenburg heftig aneinander.

Enorm hohe Promillewerte beim Alkoholtest

Selbst ein herbeigeeilter Bundespolizist konnte die Streithähne nicht trennen - der Beamte sah sich genötigt, zum Reizgas-Spray zu greifen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Rot vs. Blau in München: Die besten Bilder rund ums Derby

Ein möglicher Mitgrund für die Handgreiflichkeit zeigte sich beim Atemalkoholtest auf der Bundespolizei-Dienststelle. Nach Polizeiangaben hatten die beiden 60er Promillewerte von 2,6 und 3,0 Promille. Der Bayern-Fan kam „nur“ auf 1,44 Promille.

Blaues Auge für Bayern-Fan - Ermittlungsverfahren für 60-Anhänger

Verletzt wurde bei der Keilerei offenbar nur der aus Unterfranken angereiste Anhänger des FC Bayern. Er trug ein blaues Auge und eine Augenreizung davon. 

Die beiden Löwen-Fans haben dafür nun mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Gegen sie wird wegen Körperverletzung ermittelt.

Lesen Sie auch: Polizei-Bilanz zum Derby - Festnahmen, Schlagstock-Einsatz und Anzeige wegen Schmiererei

fn

Rubriklistenbild: © picture alliance / Carmen Jasper / Carmen Jaspersen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zwei Buchungen in zwei Wochen: So hart trifft die Corona-Krise Reisebüros in München
Die Reisebranche wird von Folgen der Corona-Krise besonders hart getroffen. Mitarbeiter eines Reisebüros in München berichten von ihrem Arbeitsalltag in der Krise.
Zwei Buchungen in zwei Wochen: So hart trifft die Corona-Krise Reisebüros in München
Fataler Einfall am Gleis: Hobby-Fußballer (20) sorgt dafür, dass U-Bahn-Fahrer nicht mehr dienstfähig ist
Es war nicht seine beste Idee: Einem Studenten aus München droht nach einem Vorfall am U-Bahnhof Universität Ungemach.
Fataler Einfall am Gleis: Hobby-Fußballer (20) sorgt dafür, dass U-Bahn-Fahrer nicht mehr dienstfähig ist

Kommentare