Feuer im Vereinsheim

Nach Brand: Herkulesaufgabe für die Teutonen

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München - In der Nacht auf Sonntag brannte es im Vereinsheim des FC Teutonia. Es entstand ein hoher Sachschaden. Es war wohl ein technischer Defekt.

Der Brand im Vereinsheim des FC Teutonia ist vermutlich durch einen technischen Defekt verursacht worden. „Nach bisherigen Ermittlungen liegen keine Anhaltspunkte für eine Brandstiftung vor“, sagte eine Sprecherin des Münchner Polizeipräsidiums am Montag. Fakt ist aber auch: Der Großteil des Vereinsheimes muss abgerissen werden, zu groß sind die Schäden: mehr als 250 000 Euro sollen diese insgesamt betragen.

Wie berichtet, hatte am Wochenende eine Weihnachtsfeier im Vereinsheim des FC Teutonia stattgefunden. Gegen 0.30 Uhr am Sonntagmorgen bemerkte einer der rund 60 Gäste Brandgeruch und stellte fest, dass ein Raum verqualmt war. Während sich ein Großteil der Besucher ins Freie flüchtete, versuchten einige noch, den Brand mit einem Feuerlöscher zu löschen – was jedoch nicht gelang. Als die Feuerwehr eintraf, schlugen bereits Flammen aus dem Gebäude und große, dunkle Rauchschwaden zogen über den Sportplatz.

Am Montagabend kam der Vereinsvorstand zusammen, um nach dem kapitalen Brand die ersten Schritte in Richtung Zukunft zu besprechen. Denn ohne Umkleidekabinen und sanitäre Anlagen gibt es laut Vereins-Chef Klaus Neuner nur wenige Alternativen: „Wir müssen schauen, dass wir möglichst schnell Container als Übergangslösung bekommen.“ Denn bereits gegen Ende Februar startet für die ersten Herren- und Frauen-Mannschaften des Vereins die Rückrunde, im März dann für den Großteil der Jugend-Mannschaften. Im Gespräch ist auch, dass der FC Teutonia in Absprache mit dem Bayerischen Fußballverband (BFV) für den Rest der Saison auf Heimspiele verzichtet und alle Partien nur noch auf des Gegners Platz austrägt.

Brand beim FC Teutonia: 250.000 Euro Schaden

Mit rund 700 Mitgliedern ist der FC Teutonia einer der größten Fußball-Vereine Münchens, kaum einer hat mehr Mannschaften für den Spielbetrieb angemeldet. Entsprechend stehen die Teutonen nun vor einer Herkulesaufgabe – denn nicht nur das Gebäude ist ein Raub der Flammen geworden: Alle Schränke mit den Bällen, Trikots, vielen Übungsgeräten und auch den Spielerpässen sind ausgebrannt.

Glück im Unglück hat der Verein, dass in den kommenden Wochen Saison-Pause ist und alle Mannschaften jahreszeitbedingt ohnehin in Sporthallen trainieren. Wann sie wieder an der Schwere-Reiter-Straße kicken werden, ist derzeit noch nicht absehbar.

Auch nachdem die Brandfahnder am Montag abgezogen waren, bleibt der hintere Teil des Vereinsheims bis auf Weiteres abgeriegelt. Der Grund: Einsturzgefahr. Laut Neuner muss der Kabinentrakt abgerissen und neu gebaut werden, wie auch ein Teil des Dachstuhls. Die Vereinsgaststätte wurde weniger in Mitleidenschaft gezogen, kann wohl weitgehend erhalten werden, muss aber auch saniert werden.

Wann das alles in die Wege geleitet und letztlich auch umgesetzt werden kann, steht derzeit noch in den Sternen. Entscheidend dürfte auch sein, wann die Versicherung den Schaden reguliert. Ein Sachverständiger hatte die ausgebrannten Räume am Montag begutachtet.

Die Anlage des finanziell eher klammen Vereins an der Schwere-Reiter-Straße ist ohnehin sanierungsbedürftig. In die Plätze hatte der Club bereits dieses Jahr Geld investiert, als nächstes stand unter anderem eine neue Heizungsanlage auf der Liste der dringlichsten Posten. Nun wird die Liste wohl umgeschrieben werden müssen.

Auf schnelle Hilfe hofft Neuner nun auch seitens der Stadt und des Freistaates: „Alle Vereinsmitglieder müssen jetzt gemeinsam mit anpacken – aber ohne dass man uns in dieser Situation unter die Arme greift, wird es sehr schwer.“

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