Schreck am Freitag

Anwohner hört Schüsse - Großeinsatz in Schwabing

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München - Ein Anwohner in der Hiltenspergerstraße ist am Freitag von rätselhaften Schussgeräuschen aufgeschreckt worden. Die Polizei rückte mit zehn Streifen an.

Ein Schwabinger hat am Freitagabend den Schreck seines Lebens bekommen: In seiner Wohnung in der Hiltenspergerstraße hörte der Mann plötzlich von draußen lautes Knallen - Schüsse. Vorsichtig versuchte er herauszufinden woher geschossen wurde, und war sich schnell sicher: Irgendjemand musste von einem der Balkone im Innenhof abgedrückt haben. Er rief die Polizei und teilte den Beamten seinen Verdacht mit.

Sobald Schusswaffen im Spiel sind, rückt die Polizei in Mannschaftsstärke aus. So auch in diesem Fall. Erst am 19. April hielt ein bewaffneter Mann in der Maxvorstadt Polizei und Anwohner stundenlang in Atem.

In der Hiltenspergerstraße angekommen, durchsuchten die Beamten sofort den Innenhof und fanden tatsächlich Patronenhülsen am Boden. Daraufhin durchsuchten die Polizisten alle fünf Stockwerke des fraglichen Gebäudes.

Ein junger Hausbewohner hatte sich nach Angaben der Polizei München bei der Durchsuchung im zweiten Stock auffällig verhalten. Zusammen mit einem Polizeihund nahmen sich die Beamten seine Wohnung vor. Allerdings fanden sie statt einer Waffe überraschenderweise Cannabis in seiner Wohnung.

Bei dem 27-Jährigen lagen außerdem mehrere gerauchte Joints und eine Feinwaage herum. Die Polizei schließt allerdings aus, dass der junge Mann geschossen hat.

In der vierten Etage hatten die Beamten dann den richtigen Riecher: In der Wohnung eines 32-Jährigen fanden sie eine Schreckschusspistole. Der Mann gestand, von seinem Balkon aus drei Schüsse mit der Waffe abgegeben zu haben. Die Waffe ist er nun los und hat zudem eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz am Hals. Warum er geschossen hat, ist bislang noch unklar.

Der 27-Jährige aus dem zweiten Stock kassierte ebenfalls eine Anzeige wegen der gefundenen Drogen.

Rubriklistenbild: © dpa

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