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Die Theatinerstraße wandelt sich am schnellsten. Innerhalb eines Jahres machte fast jedes vierte Geschäft zu.

Der große Ladenschluss

Ketten verdrängen in der Innenstadt immer mehr Traditions-Geschäfte

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Das Gesicht der Münchner Innenstadt verändert sich immer schneller. Den stärksten Wandel erleben die Theatinerstraße und die Sendlinger Straße. Das zeigen die Zahlen der neuesten Studie des Immobilienverbands IVD.

Im Gegensatz zu anderen Städten ist Leerstand in Münchens Toplagen ein Fremdwort. Denn die Münchner ­Innenstadt gilt als einer der begehrtesten Einzelhandels-Standorte Europas. Die Kehrseite dieser Entwicklung: „Die Münchner City verliert durch voranschreitende Uniformität an Flair“, konstatiert Stephan Kippes vom IVD-Institut für Marktforschung. Denn die Toplagen sind trotz Höchstmieten gerade bei den großen Handelsketten besonders gefragt. Zwar könnten sich einige Traditionshäuser gegen die ­nationalen und internationalen Filialisten behaupten – trotzdem drängen letztere mit immer größerer Macht in die Innenstadt.

Elf neue Läden - aber keine Münchner Geschäfte

In der Kaufingerstraße und der Neuhauser Straße ist dieser Trend besonders deutlich auszumachen. Im letzten Jahr haben in den beiden Straßen insgesamt elf neue Läden aufgemacht – Münchner Geschäfte sucht man unter ihnen vergeblich. Statt dessen probieren internationale Handelsketten neue Konzept aus, wie etwa der Moderiese H&M, der im November einen „Homestore“ (Krimskrams-Laden) in der ­Kaufingerstraße eröffnet hat.

Im Zehn-Jahres-Vergleich hat die Sendlinger Straße den größten Wandel mitgemacht. Mit der Verbannung des Autoverkehrs ist das Gebiet für neue Geschäftsleute interessant geworden. „Dominierten vor zehn Jahren noch lokale Einzelhändler, sind aktuell 73 Prozent der Läden mit Filialisten besetzt“, so Kippes. In 64 Prozent der Geschäfte sind heute andere Läden als noch vor zehn Jahren.

Einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie sich die City präsentiert, hat der österreichische Unternehmer René Benko haben. Ihm gehören bereits der Karstadt am Hauptbahnhof, Oberpollinger und das Projekt Alte Akademie. Sollte ihm die Fusion von Karstadt und Kaufhof gelingen, würde sich das Gesicht der Innenstadt wohl erneut dramatisch wandeln.

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