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ADAC: Wie Digitalität Mobilität verändert

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Vision eines Mobilitätsmix in der Stadt.
Die Zukunft der urbanen Lebensräume bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten, auch in der Frage der Einbindung aller Mobilitätsformen in einen Mobilitätsmix. © BMW Group

Laut ADAC Südbayern wird das Auto erst einmal noch das Verkehrsmittel Nummer eins bleiben. Doch wie kann die Digitalität bei der Mobilitätsfrage unterstützen?

Mobilität betrifft uns alle – der Weg in die Arbeit, zum Einkaufen, in der Freizeit – noch nie war der Mensch, auch aufgrund der technischen Möglichkeiten, so mobil wie in der heutigen Zeit. Doch wie stark beeinflusst die Digitalität unsere Mobilität, kann sie Verkehrsprobleme lösen und uns in Fragen der Nachhaltigkeit oder des Umweltschutzes helfen? Es gibt bereits einige vielversprechende Ansätze.

Ob Park-Apps, Sensoren im Auto oder Verkehrsdaten in Echtzeit: Die Digitalisierung ist in der Verkehrswelt weit vorangeschritten und wird unsere Mobilität grundlegend verändern. Die Herausforderungen der Zukunft sind vor allem die Herausforderungen einer individuellen, intelligenten und vernetzten Mobilität. Mobil sein ist die Voraussetzung für soziale Teilhabe und gesellschaftlichen Fortschritt, für wirtschaftliches Wachstum, Selbstverwirklichung und individuellen Erfolg. Mobilität entscheidet darüber, ob Menschen ihre beruflichen und privaten Ziele erreichen, ihre Wünsche und Anforderungen miteinander vereinbaren, ihre Lebensqualität steigern können. Das heißt, Menschen wollen, sie müssen aber auch mobil sein. Knapp 1,2 Billionen Personenkilometer legen die Deutschen Jahr für Jahr zurück – per Pkw, Bus und Bahn, mit Flugzeugen oder Schiffen. Nach Prognosen der Europäischen Kommission wird der Mobilitätsbedarf hierzulande in den nächsten Jahrzehnten weiterhin kontinuierlich ansteigen, bis 2040 auf mehr als 1,3 Billionen Personenkilometer. „Gut drei Viertel davon werden auch in Zukunft auf das Auto zurückgehen. Damit bleibt das Auto auf absehbare Zeit das Verkehrsmittel Nummer eins“, so Alexander Kreipl, verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher des ADAC Südbayern.

Smart Mobility: Der langsame Abschied vom Auto, wie wir es kannten

Doch das eigene Auto, das lange Zeit vor allem für die Deutschen ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit war, verliert seine einstigen Vorteile gegenüber anderen Verkehrsmitteln, insbesondere seine eigentliche Funktion: Angenehm und schnell von A nach B zu kommen, gelingt mit ihm angesichts überfüllter Straßen und staugeplagter Städte nicht mehr überall. „Das Auto wird es vielerorts daher schwer haben und sich nur noch dann behaupten können, wenn es mit ihm gelingt, individuelle Fortbewegung und öffentlichen Verkehr zu verknüpfen. Also nur, wenn es sich in den Mobilitätsmix von morgen klug und reibungsfrei einfügt und künftig zu einer wirklich bedarfsgerechten Mobilität beiträgt“, so Kreipl.

Alle Großstädte und Ballungsräume haben gemeinsame Herausforderungen: Das zunehmende Wachstum führt zu einer Verdichtung von Lebens- und Verkehrsräumen. Die Folgen sind Staus, Luftverschmutzung, Lärm, Kohlenstoffemissionen und Verknappung des öffentlichen Raums. Städte müssen daher Mobilität neu denken und so gestalten, dass sie die richtigen Lösungen für die Mobilitätsbedürfnisse ihrer Bewohner effizient, lebenswert und nachhaltig bereitstellen. Hier arbeitet seit fast 30 Jahren die BMW Group weltweit mit Städten und lokalen Akteuren zusammen – unter anderem in Berlin, Hamburg und den vier Leuchtturmstädten Los Angeles, Peking, München und Rotterdam. Dort führt BMW Pilotprojekte durch, um innovative und nachhaltige Mobilitätskonzepte (wie multimodale Angebote für die letzte Meile oder effizientes Laden) zu testen. „Die Beteiligung an diesen ‚urbanen Laboren‘ ermöglicht es uns, unsere Ergebnisse zu messen, zu skalieren und Erfolge in anderen Städten und Regionen mit ähnlichen Bedingungen zu wiederholen. Wir unterstützen Städte dabei, ihren Mobilitätsbedarf zu untersuchen und Mobilitätslösungen, die den Bedürfnissen der Bewohner und den Nachhaltigkeitszielen gerecht werden, zu entwickeln und zu testen. Wir sind der festen Überzeugung, dass Klimaschutz und Lebensqualität in den Städten durch Innovationen erreicht werden können – nicht durch Verbote“, so Frank Hansen, Strategiereferent, nachhaltige Mobilität bei der BMW Group.

Informationen zu der Allianz Pro Mobilität finden Sie hier

ADAC: Ein passendes Mobilitätsangebot könnte zu weniger Autos in der Stadt führen

Nach einer repräsentativen Studie der BMW Group über die Mobilitätsbedürfnisse der Münchner Stadtbevölkerung in Kooperation mit dem Institut für Verkehrswesen des Karlsruher Instituts für Technologie gibt es in München eine breite Vielfalt individueller Mobilitätsbedürfnisse und große Potenziale für nachhaltige Mobilität. Viele Autofahrer können aufgrund ihrer beruflichen oder auch privaten Situation nicht auf ein eigenes Auto verzichten. Gleichzeitig gibt es immer mehr Menschen, die den eigenen Pkw hingegen kaum nutzen. Diese Gruppe könnte ohne größeren Verzicht ohne eigenes Auto leben. Mobilitätsstationen mit einem breit gefächerten Mobilitätsangebot, von CarSharing, BikeSharing oder Mikromobilität, können für den Fall eine attraktive und verlässliche Alternative sein. Solche Mobilitätsstationen sind im Rahmen von Forschungsprojekten wie City2Share erfolgreich in München pilotiert worden und sollen jetzt mehr und mehr in der Stadt implementiert werden. Auch für diejenigen, für die der Zugang zu einem Auto sehr wichtig ist, obwohl sie es im Alltag kaum benötigen, könnte ein hochverfügbares On-Demand-Mobilitätsangebot eine Alternative sein. Es sollte jedoch hinsichtlich Komfort, Verfügbarkeit und weiterer Aspekte, die mit einem
eigenen Auto verbunden sind, möglichst nah an das private Auto herankommen. „Wenn wir es in München jedem ermöglichen würden, das für sie passende Mobilitätsangebot zu bekommen, hätten wir jede Menge Platz für lebenswerte urbane Räume und gleichzeitig hätten wir einen großen Schritt Richtung nachhaltiger Mobilität geschafft“, so Hansen.

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