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Spielerisch sicher im Verkehr mit dem ADAC

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Kindersicherheit dank Elterntaxi.
„Elterntaxis“ führen zu morgendlichem Verkehrschaos vor den Schulen. © ADAC/Stefanie Aumiller

Der Verkehr nimmt nicht nur in Ballungszentren immer weiter zu. Der ADAC Südbayern hilft Kindern, sich sicher zurecht zu finden.

Der ADAC Südbayern und die ADAC Stiftung engagieren sich dabei vor allem für den Schutz der Kleinen im Straßenverkehr. Vor allem im Frühling und im Sommer verbringen die meisten Kinder ihre Freizeit gern im Freien. Dort toben sie und sind mit anderen Kindern unterwegs. Aber gerade in den dunkleren Jahreszeiten ist noch mehr Vorsicht geboten. Rutschige Straßen, längere Bremswege bei Schnee, Eis und Glätte erfordern auch von den Erwachsenen ein gesteigertes Maß an Vorsicht, damit es bei manchen Spielen oder Rutschpartien der Kleinen nicht zu brenzligen Situationen im Straßenverkehr kommt.

„Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder – und bringen sie deshalb oft mit dem Auto zur Schule. Mit diesem ‚Elterntaxi‘ schießen sie allerdings häufig übers Ziel hinaus: Durch Überbehüten verzögern sie die Entwicklung ihres Nachwuchses zu selbstständigen Verkehrsteilnehmern. Darüber hinaus stellt dieses morgendliche Verkehrschaos an den Schulen häufig ein noch größeres Risiko dar: Gehalten wird an Bushaltestellen, im Halteverbot oder in zweiter Reihe. Das ist für alle Kinder gefährlich. Am besten gehen Kinder, sofern möglich, den Weg zur Schule zu Fuß“, so Alexander Kreipl, verkehrspolitischer Sprecher des ADAC Südbayern.

Sichtbarkeit: Im Herbst und Winter sind reflektierende Materialien ein Muss

Kinder sind in den Herbst- und Wintermonaten besonders gefährdet: Bei schlechtem Wetter und Dunkelheit sind sie von Autofahrern oft kaum zu sehen – erst recht nicht, wenn sie keine hellen, reflektierenden Materialien tragen. „Ein dunkel gekleideter Fußgänger ist von einem Autofahrer bei schlechten Sichtverhältnissen erst aus rund 25 Metern Entfernung zu erkennen. Zum Vergleich: Der Anhalteweg eines Autos beträgt bei einer Notbremsung aus 50 km/h etwa 28 Meter – das ist zu lang, um im Ernstfall rechtzeitig vor einem gefährdeten Verkehrsteilnehmer zum Stehen zu kommen“, sagt Kreipl.

Wer im Dunkeln draußen unterwegs ist, sollte Schuhe und Jacken mit integriertem Reflexmaterial tragen. Insbesondere eine über der Kleidung getragene Sicherheitsweste erhöht die Sichtbarkeit deutlich. Wichtig ist, dass das Material die Norm EN ISO 20471 oder EN 1150 erfüllt. Reflektoren gibt es zudem zum Aufnähen und -kleben. Beim Kauf eines Schulranzens sollten Eltern darauf achten, dass dieser die Norm DIN 58124 erfüllt. Wer mit dem Rad zur Arbeit oder in die Schule fährt, sollte zudem die Beleuchtung am Fahrrad überprüfen und die vorgeschriebenen Reflektoren anbringen.

Sicherer Schulweg: Kinder sollten die Verkehrsregeln kennen

Verkehrssicherheitsprogramme bringen Kindern spielend Schilder und Verkehrsregeln bei.
Verkehrssicherheitsprogramme bringen Kindern spielerisch Schilder und Verkehrsregeln bei. © Martin Bolle

Auch in Bezug auf den Schulweg ist es wichtig, dass die Kinder Schilder verstehen und Verkehrsregeln lernen. Denn ab diesem Zeitpunkt beschreiten die Kinder den Schulweg lediglich mit ihren Freunden oder sogar allein. Der ADAC Verkehrsexperte fordert daher: „Es ist es wichtig, dass Kinder früh und altersgerecht an den Straßenverkehr herangeführt werden. Gehen sie mit ihren Kindern ab der ersten Klasse zu Fuß zur Schule. Dabei gilt: Nicht der kürzeste, sondern der sicherste Schulweg ist der beste – möglichst entlang von Straßen mit wenig Verkehr, breiten Gehwegen und sicheren Querungsanlagen über Hauptstraßen. Dafür kommen neben Ampeln auch Zebrastreifen und Mittelinseln in Frage, vor allem, wenn diese durch Lotsendienste abgesichert werden.“

ADAC Moderatoren-Team sucht Verstärkung

Der ADAC Südbayern und die ADAC Stiftung suchen Moderatorinnen und Moderatoren für die Verkehrserziehung von Kindern in pädagogischen Einrichtungen in und um München sowie im Großraum Rosenheim, im Chiemgau, Oberland und im Allgäu. Wer sich mit viel Freude sowie Fingerspitzengefühl für den Schutz der Kleinen im Straßenverkehr engagieren möchte, ist herzlich willkommen im Moderatoren-Team des ADAC Südbayern. Voraussetzungen hierfür sind ein eigener Pkw, Grundkenntnisse in MS-Office sowie idealerweise eine pädagogische Ausbildung, die jedoch nicht zwingend erforderlich ist. Neueinsteiger werden gründlich, ohne anfallende Kosten auf ihre Aufgabe vorbereitet. Für die Tätigkeit erhalten die Moderatoren eine Aufwandsentschädigung auf Honorarbasis. Acht Verkehrssicherheitsprogramme für nahezu alle Jahrgangsstufen und Informationsveranstaltungen für Erwachsene bieten der ADAC und die ADAC Stiftung an. Interessierte schicken ihre Bewerbung an verkehrssicherheit@sby.adac.de.

Weitere Informationen zu den Programmen hat der ADAC unter www.adac.de/verkehrssicherheit-suedbayern zusammengestellt.

Autor: ADAC Südbayern

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