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Der Königshof am Stachus

Drei Sieger im Architekten-Wettbewerb

So könnte der Königshof bald aussehen

München - So soll er aussehen, der neue Königshof. Oder so. Oder so. Drei Entwürfe sind am Dienstag zu gleichberechtigten Siegern eines internationalen Planungswettbewerbs gekürt worden.

Nach welchem dieser Entwürfe das renommierte Hotel Königshof am Stachus neu gebaut werden soll, das will die Inhaberfamilie Geisel in Kürze entscheiden.

Abriss und Neubau böten die beste Gewähr dafür, dem traditionsreichen Hotel auch in Zukunft einen Platz unter den ersten Adressen in der Stadt zu sichern, sagte Unternehmenssprecherin Ute C. Hopfengärtner. Wann die Abrissbagger anrücken, stehe noch nicht fest. Zuerst müssten die einzelnen Angebote geprüft werden.

Solitär im Ensemble: Der Entwurf von Wandel Hoefer Lorch.

Zwölf Architekturbüros aus Deutschland, Österreich, Holland, Spanien und der Schweiz waren zur Ausschreibung eingeladen worden. Die drei Sieger verfolgen unterschiedliche Ansätze. Wandel Hoefer Lorch Architekten (Saarbrücken) sehen den Königshof als Solitär, gleichwohl in einem Ensemble mit Justizpalast und Kaufhof. Sie setzen auf einen Kubus mit vertikal gegliederter Fassade, deren Textur sich bei Annäherung zu ändern scheint.

Konkave Fassade von Sauerbruch-Hutton

Auch das Berliner Büro Sauerbruch Hutton wählte den Würfel als Grundform, greift jedoch die Rundung des Stachus-Rondell mit einer konkaven Fassade auf der Ostseite thematisch auf.

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Blickfang am Ende der Sichtachse: Spanische Königshof-Impressionen von Nieto Sobejanos.

Nieto Sobejano Arquitectos aus Madrid setzen ihren Königshof wie ein Ausrufezeichen ans Ende der Sichtachse durch das Karlstor. Ein vertikaler Einschnitt klafft in der Fassade. „Die Eigenständigkeit des Gebäudes von seiner Umgebung“ soll damit unterstrichen werden, heißt es dazu.

sc

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