15 Menschen aufgelesen

Lebensgefährlich: Migranten auf Güterzügen

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München - Sie wollten auf Güterzügen von Italien nach München reisen: Die Bundespolizei hat am Dienstag 15 Migranten am Rangierbahnhof München-Ost aufgelesen. Immer mehr Flüchtlinge begeben sich in diese Gefahr.

Die Bundespolizei ist am Dienstag zu einer Suchaktion am Rangierbahnhof München-Ost ausgerückt. Sie fanden insgesamt elf Männer und vier Frauen, die auf Güterwaggons aus Italien nach München gefahren sind, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Gegen 03.30 Uhr meldete die Deutsche Bahn der Bundespolizei, dass sich am Rangierbahnhof München-Ost Personen im Gleis befinden. 

Rangierbahnhof und Bahnstrecke teilweise gesperrt

Streifen der Bundespolizei fanden acht eritreische Staatsangehörige am S-Bahnhof Berg am Laim und drei weitere Eritreer am S-Bahnhof Leuchtenbergring. Bei der Absuche des Rangierbahnhofs entdeckten die Beamten zwei weitere Personen aus Eritrea, die sich noch am Güterzug befanden. Für die Einsatzmaßnahmen mussten der Rangierbahnhof und die angrenzende Bahnstrecke teilweise gesperrt werden. 

Später am Dienstag, gegen 14.10 Uhr, entdeckten Mitarbeiter der Deutschen Bahn erneut zwei Personen aus Eritrea auf einem Güterzug von Verona nach München. Die Bayerische Landespolizei übernahm die weitere Bearbeitung. Die Menschen werden in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht, während jeder Fall einzeln geprüft wird.

Fälle nehmen zu

Die Münchner Bundespolizei verzeichnet immer mehr unerlaubte Einreisen mittels Güterzügen von Italien nach Deutschland. Im Oktober stellten sie 47 Migranten in München fest. Dieser Weg der Einreise sei für die Bundespolizei nicht ganz neu, sagt Pressesprecher Simon Hegewald. In den vergangenen Wochen hätten die Fälle aber zugenommen. Möglicherweise geben Schleuser in Italien den Migranten den Tipp, auf Güterwaggons zu klettern.

Die Fahrt auf Güterzügen ist lebensgefährlich. „Das ist vergleichbar mit einem Tieflader auf der Straße“, sagt Hegewald. Die Menschen laufen Gefahr, sich zu unterkühlen oder herauszufallen. Zudem halten sie sich in München auf den Gleisen auf. Am 28. Oktober mussten bei einem Einsatz die Gleise am Bahnhof Berg am Laim gesperrt werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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