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Hier fahren bis zu 1500 Radler - in acht Stunden.

An der Lindwurmstraße geht‘s eng zu

Mehr Platz für Radler: Das will die SPD ändern

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München - An der Lindwurmstraße geht es derzeit eng zu für Radfahrer. Zu eng, wenn es nach der Rathaus-SPD geht. Das ist nun geplant.

Die Ziffer lautet: 111. Eine Schnapszahl. So viele Zentimeter breit – oder besser: eng – geht’s teilweise auf dem Radlweg in der Lindwurmstraße zu, der zu einer der wichtigsten Verkehrsadern auch für die Zweiräder zählt. Alles andere als eine Schnapsidee mutet da ein Vorhaben der Rathaus-SPD an: Sie will für mehr Sicherheit auf dieser Strecke sorgen. Denn hier – der Autor spricht aus eigener Erfahrung – kommt es immer wieder zu gefährlichen Unfällen, vor allem mit Fußgängern.

„Schneller und sicherer machen“ wollen die Roten die Strecke, auf der zwischen Altstadt und Implerstraße innerhalb von acht Stunden über 1500 Radler gezählt werden. Doch das ist erst einmal leichter gesagt als getan – denn der Platz ist begrenzt, schließlich sind die prächtigen und gesunden Pappeln zwischen Radweg und Straße tabu. Und der Fußgängerweg ist zwar relativ breit im Vergleich zum Radl-Raum, aber auch gut frequentiert. Vor allem beim gefährlichsten Teil zwischen Goethe- und Poccistraße.

Dennoch kann man verbessern, sagt die stärkste Rathaus-Partei: So will man in Kreuzungsbereichen verbreitern, dazu mit Farblinien klarer abgrenzen. Mehr Platz soll’s auch an besonders kniffligen Engstellen geben, etwa durch Auflassung von Flächen, die mal grün waren, aber längst von Radfahrern benutzt werden. Und: Indem man Baumwurzeln entfernt, funktionslose Radsteine absenkt oder aus dem Weg räumt und unterschiedliche Höhenprofile der querenden Straßen absenkt, soll’s ebenso sicherer werden.

An die Straßenbreiten kann man nicht heran, dazu ist hier einfach zu viel los. Allerdings können sich die Sozialdemokraten dafür erwärmen, zur „Verbesserung der verkehrlichen Gesamtsituation“ einzelne Parkplätze abzuschaffen – und stattdessen mehr Raum für die Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.

Das Baureferat soll ein Sanierungskonzept zwischen Plinganser-/Lindwurmstraße und Sendlinger Tor entwickeln und bis Sommer 2017 umsetzen.

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