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Viel Glas, viel Grün: Das soll auf den Kaufhaus-Betonklotz am Bahnhof folgen

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Von: Nadja Hoffmann

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Das ist geplant: Das Gebäude soll bis 2026 entstehen.
Das ist geplant: Das Gebäude soll bis 2026 entstehen. © Filippo Bolognese Images

Im Bahnhofsviertel kündigt sich die nächste Großbaustelle an: Bis 2026 soll an der Schützenstraße ein modernes Geschäfts- und Bürogebäude entstehen.

München – Leichte Linien, ganz viel Grün und noch mehr Glas: Das Bahnhofsviertel wird in den nächsten Jahren um ein weiteres modernes Gebäude aufgehübscht. Schon länger ist klar, dass der riesige Galeria-Kaufhof-Bau zwischen Stachus und Hauptbahnhof* wegkommt. Jetzt steht fest, was auf den gigantischen grauen Beton-Klotz folgt.

Am Montag (7. Februar) haben der Eigentümer der Gebäude – die Signa Real Estate von Immobilien-Mogul René Benko – und die Stadt München* den Gewinner des Realisierungswettbewerbs vorgestellt. Das Berliner Büro der Architekten von David Chipperfield erhielt den Zuschlag. Dessen Chef zeigte sich begeistert, wie intensiv Investor und Stadt bei dem Projekt zusammenarbeiten. „Konversation, nicht Konfrontation“, meldet er sich via Videocall um 4 Uhr nachts Ortszeit aus New York. In der US-Metropole hat sein Team unter anderem das Rolex Building neu gestaltet.

Die Herausforderung an der Schützenstraße in München: Wenig Platz für ein großes Gebäude. „Die Bestandteile des Areals, die aus heutiger Sicht überholt sind und einen städtebaulichen Missstand darstellen, wollten wir neu denken“, erklärt Signa-Geschäftsführer Tobias Sauerbier. Das gilt vor allem für den langen Erweiterungsbau, der zu den Olympischen Spielen 1972 eröffnet worden ist.

München: Kaufhaus-Komplex im Bahnhofsviertel wird für hunderte Millionen Euro erneuert

Dieser Teil des Kaufhaus-Komplexes wird dem Erdboden gleichgemacht. Die Vorbereitungsarbeiten sollen laut Sauerbier Ende 2023 beginnen. Von den bislang 56.000 Quadratmetern Fläche bleiben dann nur etwa 18.000 übrig: In dem schönen Altbau am Bahnhofsvorplatz, der auf das 1905 eröffnete Warenhaus Hermann Tietz (Hertie) zurückgeht. „Dort haben die Sanierungsarbeiten bereits begonnen“, sagt Sauerbier.

Und dort wird man auch künftig in eine bunte Warenwelt eintauchen können. Nicht ganz 100 Millionen Euro investiert die Signa in den Altbau. Ein „hoher dreistelliger Millionen-Betrag“ ist es für den Neubau, der im besten Fall bis 2026 entstehen soll. Im Erdgeschoss sind Geschäfte und Gastronomie geplant. In den Stockwerken darüber Büros. Und zwar in versetzten Glasrechtecken, die Platz für Innenhöfe und Terrasen bieten. Auf den öffentlichen Flächen soll es grüne Oasen geben.

Die Betonwände, die jetzt das Bild prägen, werden aufgebrochen. Um den städtischen Raum, wie es so schön heißt, zu beleben. Ein Vorhaben, das auch Münchens Chef-Stadtplaner Michael Hardi gut gefällt. Der Neubau werde der Prielmayerstraße aufwerten, die bislang „maßgeblich Rückseite“ des Kaufhaus-Komplexes war. Den Zeitplan, bis 2026 fertig zu sein, nannte er „sportlich“. Zunächst steht jetzt das Bebauungsplan-Verfahren an. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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