Dreister Überfall

Falschgeld im Edeka? „Polizist“ will Kasse prüfen - und flüchtet mit den Scheinen 

Falschgeld in der Kasse, das ist der Alptraum vieler Kassiererinnen. Das machte sich ein Mann im Edeka in der Maxvorstadt dreist zu nutze - und so fette Beute. 

München - Ein falscher Polizist hat am Donnerstag im Edeka an der Schellingstraße für Aufregung gesorgt. Gegen 15.55 Uhr betrat der Mann den Supermarkt und ging zielstrebig zur Kasse. Er gab sich gegenüber einer 21- jährigen Kassiererin als Polizeibeamter aus und zeigte einen entsprechenden Ausweis vor. 

In der Kasse befinde sich Falschgeld und er müsse das überprüfen, soll er laut Polizei zu der Kassiererin gesagt haben. Die junge Frau verständigte daraufhin ihren Filialleiter. Dem erzählte der vermeintliche Polizist die gleiche Geschichte. 

Die drei gingen daraufhin in das Büro des Supermarktes. Dort verlangte der Mann nach einem Geldscheinprüfgerät - im Supermarkt gab es keines. Daraufhin wollte der falsche Polizist mit einem Kollegen telefonieren und ging dazu mit dem Geld in der Hand nach draußen. Als die Fußgängerampel direkt vor dem Supermarkt auf Grün schaltete, ging er über die Straße und rannte dann los; der Filialleiter hinterher. In einer Seitenstraße stieg der falsche Polizist auf ein weißes Fahrrad und radelte von dannen. 

Auf seiner Flucht fuhr er noch eine 72-Jährige um, die mit ihrem Rad entgegen kam. Sie stürzte und verletzte sich dabei, doch der falsche Polizist flüchtete weiter. 

Täterbeschreibung der Polizei München: 

Männlich, 50-60 Jahre alt, 180-190 cm groß, athletische Figur, blonde, schulterlange Haare; trug Jeans, weißes T-Shirt und darüber ein blaues Hemd, sprach Hochdeutsch ohne Dialekt 

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Ein bei Edeka verkaufter Kartoffelsalat wird nun zurückgerufen. Zwei Münchner Stadtviertel sind von der Rückruf-Aktion betroffen. 

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Maxvorstadt – mein Viertel“.

mm/tz

Rubriklistenbild: © Stefan Rossmann

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