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Zwei Radler auf der Fraunhoferstraße. (Archivbild)

Hitzige Diskussion

Verkehrssituation auf der Fraunhoferstraße - muss „erst ein Kind totgefahren werden“?

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Die Verkehrssituation auf der Fraunhoferstraße ist nach wie vor ein Streitthema. Auf der Bürgerversammlung geht es dabei nicht nur um die Parkplatzsituation. 

  • Die Verkehrssituation auf der Fraunhoferstraße bleibt ein Krisenthema.
  • Die Anwohner beschweren sich auf der Bürgerversammlung
  • Die neuen Radstreifen kommen gut an. Es bleiben aber genügend Streitthemen.

München - „Ich kann meinen Mann nicht mal kurz die Treppe raufbringen, wenn wir mit dem Auto von der Therapie kommen“, beklagte die Frau eines Schlaganfallpatienten. „Jede Reparatur wird zum Alptraum, weil die Handwerker nicht anliefern können“, sagte ein Hausbesitzer. „Egal ob Umzug, Möbelkauf, das Abholen der Kinder oder einfach der Wochenendeinkauf, jede Anlieferung mit dem Auto ist ein großes Problem“, ergänzte ein anderer Anwohner. 

Sein Antrag, sofort temporäre Lieferzonen und legale Stellplätze zu schaffen, verfehlte knapp die Mehrheit, ebenso der Vorschlag, für jeden älteren Hausbewohner eine Haltezone vor dem Haus einzurichten.

Fraunhoferstraße in München: Hitzige Diskussion um die Verkehrssituation 

Erfolgreich waren Anträge zur Schaffung von Kurzzeitparkplätzen für Kunden und Anwohner sowie von Behindertenparkplätzen. Auch die Forderung, die gesamte Straße zu begrünen, und der Antrag, durchgängig Tempo 30 einzuführen, fanden eine Mehrheit. „Wir sollten mit dem Tempo 30 nicht so lange warten wie damals in der Rosenheimer Straße, wo erst ein Kind totgefahren werden musste“, mahnte ein Bürger.

Nicht nur das Problem der Lieferzonen, sondern die gesamte Parksituation treibt viele Bürger um. „Man sucht abends teilweise 45 Minuten nach einem legalen Parkplatz“, berichtete ein Anwohner. „Ich kann mir eine Garage für 230 Euro im Monat einfach nicht leisten“, sagte eine andere Betroffene.

Fraunhoferstraße in München: Beifall für Radwege, Kritik an Liefermöglichkeiten

Dem vielfachen Wunsch nach mehr Anwohnerparkplätzen im Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel erteilte Peter Geck vom Münchner Kreisverwaltungsreferat jedoch eine Absage. „Die erlaubte Quote liegt bei 30 Prozent Parklizenzbereich, mehr geht nicht,“ erklärte er in der Bürgerversammlung. Allerdings sah auch er Handlungsbedarf. „Ich bin seit vielen Jahren auf Bürgerversammlungen, aber noch nie habe ich so viele Anträge zum Thema Verkehr erlebt“, so Geck. 

Der Vorschlag einer Anwohnerinitiative, zusätzliche Lieferbuchten einzurichten und die Straße mit Bäumen zu begrünen, sei vielversprechend und müsse geprüft werden, sagte Geck. „Ich muss Ihnen aber sagen, das dauert. Schnellschüsse kann es hier nicht geben.“

Fraunhoferstraße in München: Verkehr bleibt wichtigstes Thema

„Die neuen Radstreifen bieten mehr Sicherheit für Radfahrer und besonders für Fußgänger“, so ein Anwohner. Er plädierte deshalb für die dauerhafte Installation der Radwege und fand damit eine breite Mehrheit unter den Anwesenden. 

Ebenso der Vorschlag, bei kommenden, größeren Umgestaltungen unbedingt frühzeitig die Anwohner einzubeziehen. Den Antrag, die Radwege in den Wintermonaten nachts zum Parkbereich zu machen, lehnte eine deutliche Mehrheit der Bürger ab.

Darüber hinaus plant Bürgermeister Manuel Pretzl eine neue Ruheoase in der Münchner Altstadt zu schaffen, wo die Auto unterirdisch verschwinden.

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