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Sind stolz: Gastwirt Zafer Basaran und Oliver Kasparek (Geschäftsführer Hypo-Kulturstiftung).

„Café-Bar-Brasserie“

Neues Lokal in der Hypo-Kunsthalle

München - Vom bloßen „Café“ zur „Café-Bar-Brasserie“: Der Gastronomiebereich der Hypo-Kunsthalle in den Fünf Höfen hat neu eröffnet. Das hat sich verändert.

Dabei hat sich mit der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung nicht nur der Pächter geändert. Die Innovation steckt im Detail – und in einer brandneuen Küche.

Sie sind zufrieden. Auch am Morgen nach der rauschenden Eröffnungsfeier sieht man das Gastwirt Zafer Basaran und Oliver Kasparek, Geschäftsführer der Hypo-Kulturstiftung, an. Stolz präsentieren sie die Früchte ihrer Arbeit.

Fesch, die neue Bar.

„90 Prozent sind neu“, sagt Kasparek. Das meiste davon sieht man als Besucher gar nicht. „Das ist zum Beispiel die neueste Veranstaltungstechnik, die Umstellung auf ein LED-Licht-System, eine neue Küche, neue Versorgungsleitungen und, und, und.“ Wer genau hinsieht, bemerkt, dass der Gastronomiebereich der Kunsthalle auch technisch aufgerüstet hat: In der wellenförmigen Holzverkleidung an den Wänden verbergen sich USB-Ports und Steckdosen. Hier können die Besucher ihre Computer und Handys laden.

Aber auch auf dem Teller soll man den Unterschied merken. „Der Vorpächter war gastronomisch ja eher ein Konditor – bei uns sind Kaffee und Kuchen hingegen nur ein Zusatzgeschäft“, sagt Zafer Basaran. Als Koch versuche er, sich kulinarisch an den jeweiligen Ausstellungen der Kunsthalle zu orientieren, sie in seinen Gerichten zu spiegeln. Bis zum 26. März 2017 ist beispielsweise die Ausstellung „Spaniens Goldene Zeit. Die Ära Velázquez in Malerei und Skulptur“ zu bewundern. Da musste Basaran nicht erst lange auf Inspiration warten. „Bei dem Thema Spanien ist es natürlich einfach, mit der Speisekarte zu reagieren – Tapas drängen sich förmlich auf.“

Aus dem Café wurde eine moderne Brasserie.

Andere Ausstellungen seien da schon schwieriger. „Wenn im April 2017 die Ausstellung mit Fotografien von Peter Lindbergh beginnt, wird das eine echte Herausforderung.“ Lindbergh ist bekannt für seine intimen Porträts von Prominenten wie Kate Moss oder Mick Jagger. „Einem so tollen Fotografen kulinarisch gerecht zu werden, wird nicht einfach.“ Lindbergh hat beeindruckende Menschen aus aller Welt fotografiert, deshalb wollen Basaran und sein Küchenteam sich mit den Speisen an den jeweiligen Ländern orientieren. „Ich hoffe nur, dass Lindbergh nicht zu viele Damen aus England fotografiert hat, die englische Küche ist nämlich schwierig“, sagt der Chef und lacht. Preislich sollen seine Kreationen moderat bleiben. „Wir bieten jeden Tag mindestens drei Mittagsgerichte unter 10 Euro an.“ Basaran weiß, wovon er spricht: Vor der Zeit in der Kunsthalle war er jahrelang Betriebsleiter bei Starkoch Alfons Schuhbeck. „Vorher war es nur ein Café, jetzt sind es schon Café, Bar und Brasserie – daran merkt man bereits das Spektrum der Erweiterung“, sagt Oliver Kasparek. Zum Gastro-Konzept passen auch die neuen Öffnungszeiten. „Früher hat das Café zusammen mit der Kunsthalle um 20 Uhr geschlossen. Jetzt ist Montag bis Samstag jeweils bis 1 Uhr geöffnet, Sonntag bis 20 Uhr.“ Neu ist auch der Veranstaltungsraum „Gartensalon“ auf der Ausstellungsebene. Für eine Tagespauschale von 950 Euro kann die 100 Quadratmeter umfassende Räumlichkeit mit Blick auf die „Hängenden Gärten“ der Fünf Höfe gemietet werden.

von Marian Meidel

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