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Die Hundeleine hat Isabella B. am Hals verletzt. Sie hatte noch Glück.

Geschockt und am Hals verletzt 

Münchnerin (26) auf dem Heimweg beinahe stranguliert: „Habe erst gar nicht realisiert, was los war“

Isabella B. schaudert es noch immer, wenn sie an vergangenen Donnerstag denkt. Die 26-Jährige wäre fast von einer Hundeleine stranguliert worden.

  • Als sie spätabends mit dem Fahrrad von der Arbeit nach Hause fährt, verfängt sich eine 26-Jährige in München in einer Hundeleine und wird fast stranguliert.
  • Bei dem Unfall zieht sich die junge Münchnerin Verletzungen am Hals zu. 
  • Der Hundehalter hat ihr nach dem Unfall zwar noch geholfen. Die Münchnerin ist aber geschockt, dass das passieren konnte.

Es war abends gegen 23 Uhr, als die Grafikerin von der Arbeit nach Hause radelte. „Ich bin an der Arnulfstraße auf dem Radweg gefahren“, sagt sie. Rechts von ihr war der Gehsteig, links ein Grünstreifen. Kurz vor dem Steubenplatz nahm sie einige Meter vor sich einen Mann mit Hund wahr. „Der Mann ist auf dem Gehweg gegangen, der Hund war auf dem Grünstreifen. „Hoffentlich rennt der Hund jetzt nicht über den Radweg“, dachte sie noch, als sie plötzlich etwas an ihrem Hals spürte. 

Die Hundeleine hat Isabella B. am Hals verletzt. Sie hatte noch Glück.

„Ich habe im ersten Moment gar nicht realisiert, was los war.“ Wurde sie angegriffen? Ein Überfall? Fast zeitgleich sieht sie, wie der Hundebesitzer die Leine loslässt. Sie bremst, kommt ins Straucheln, ihre Brille fliegt weg. Die ausziehbare Nylon-Leine saust durch die Luft – und wickelt sich um ihren Hals. „Es hat mich richtig eingeschnürt“, sagt B. Erst jetzt wird ihr klar: Sie ist in die Hundeleine reingefahren. Geschockt versucht sie sich zu entwirren. „Der Hundebesitzer hat mir geholfen.“ Es dauert eine Zeit, bis sie zitternd aufs Rad steigt und heimfährt.

Der Unfall hat Spuren bei der jungen Frau hinterlassen. Nicht nur körperlich – an ihrem Hals ist ein roter Striemen. „Es war kein normaler Unfall, sondern eine gemeingefährliche Situation, mit der ich nie gerechnet hätte“, sagt sie. Anzeige hat sie nicht erstattet. „Ich bin froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Und der Mann hat sich ja auch entschuldigt.“ Was sie ärgert, sei die Rücksichtslosigkeit mancher Menschen. Er habe nicht nachgedacht, sei die Erklärung des Hundehalters gewesen.

Der erste Coronavirus-Fall in Deutschland ist mittlerweile bestätigt. Das treibt auch die Münchner um. Ein Produkt soll bereits in der ganzen Stadt ausverkauft sein.

München: Radlerin verfängt sich in Hundeleine - sie wäre fast stranguliert worden 

Konflikte zwischen Radlern und Hundehaltern sind Alltag in München. „Wir bekommen jeden Tag unzählige Anrufe“, teilt ein Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) mit. Laut einem Polizeisprecher passiert die überwiegende Anzahl der Verkehrsunfälle mit Tieren mit nicht angeleinten Hunden. 

Gefahrenpotenzial berge auch das Mitführen von Hunden an der Leine mit dem Rad – das ist laut Straßenverkehrsordnung erlaubt. Wird ein Verkehrsteilnehmer bei einem Unfall verletzt, muss sich der Verursacher wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Das Strafgesetzbuch sieht als Strafmaß eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. „Welche Strafe droht, hängt von den genaueren Umständen ab und wird von einem Richter entschieden“, sagt der Polizeisprecher.

das/sb

Angie ist ihrem Herzen gefolgt. Gemeinsam mit Ehemann Paulo betreibt die gebürtige Münchnerin auf Sansibar eine Ferienanlage - kein leichter Job.

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