Oktoberfest: Die Bräurosel auf der Wiesn.
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Die Bräurosel auf der Wiesn: Die Brauerei sucht einen neuen Betreiber für das Oktoberfestzelt.

Oktoberfest in München

Wirbel um Wiesn-Zelt Bräurosl: „Noch ist nichts entschieden“

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Das Tauziehen um die „Bräurosl“ geht weiter. Erst hieß es, die Brauerei habe Nachfolger für die Wirte-Familie Heide gefunden. Nun dementieren die Beteiligen. Weiter sei alles offen.

  • Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass die Wirts-Familie Heide das Wiesn-Zelt „Bräurosl“ abgeben will.
  • Seitdem gab es viele Spekulationen über die Nachfolge.
  • Die Brauerei Paulaner hat sich entgegen Medienberichten wohl doch noch nicht entschieden.

Update vom 13. September: In fünf Tagen hätte der Anstich der 187. Wiesn stattfinden sollen. Da daraus nichts wird, bleibt nur der Blick in die Wiesn-Zukunft – und da haben Medienberichte jetzt für Wirbel gesorgt. Es hieß, die Brauerei Paulaner/Hacker-Pschorr habe sich bereits auf eine Nachfolge-Regelung für die Bräurosl festgelegt (siehe unten Erstmeldung): Die Wirte-Familie Heide will das Zelt ja nicht mehr führen. Die Beteiligten aber dementieren.

Konkret soll demnach Florian Lechner (einer der beiden Nockherberg-Wirte) gemeinsam mit Florian und Bettina Oberndorfer (Wirtshaus in der Au, Knödelei auf der Wiesn) in die Fußstapfen der Familie Heide treten, die das Brauereizelt seit 1936 betrieben hatte und sich nicht erneut bewerben will. Lechner selbst aber will davon nichts wissen. „Diese Meldung ist ein Schmarrn. Wir sind aus allen Wolken gefallen, als wir das gehört haben“, erzählt er der tz. „Wir sind einer von vielen Bewerbern, die vor ein paar Wochen ein lockeres Gespräch mit der Brauerei geführt haben – mehr nicht.“ Von Paulaner hieß es gestern: „An Spekulationen beteiligen wir uns nicht, Tatsache ist: Es gibt noch keine Entscheidung, wer Wirt der Pschorr Bräurosl wird.“ Als aussichtsreicher Kandidat galt bislang Lorenz Stiftl vom gleichnamigen kleinen Wiesnzelt. Er gibt die Hoffnung nicht auf: „Ich habe von der Brauerei die Auskunft, dass noch nichts entschieden ist.“ 

Nachfolger gefunden: Wirte-Trio soll Wiesn-Zelt „Bräurosl“ übernehmen - Favorit geht leer aus

Erstmeldung vom 12. September 2020

München - Die Fans des größten Volksfestes der Welt mussten dieses Jahr gleich zwei Hiobsbotschaften verkraften. Erst wurde das Oktoberfest aufgrund von Corona* abgesagt. Dann schockte die Wirte-Familie Heide mit der Aussage, dass sie als Betreiber des Traditions-Festzelts „Bräurosl" aufhören werden. Sofort begannen die Spekulationen, wer die Nachfolge antreten wird. Jetzt steht offenbar fest, wer zukünftig das seit 1901 existierende Zelt übernehmen wird.

Oktoberfest: „Bräurosl“-Nachfolger sind kein Unbekannten

Nach Informationen der Abendzeitung hat sich die Brauerei Paulaner für einen Nachfolger entschieden. Gleich drei Wirte sollen bei dem Festzelt einsteigen. Mit dabei ist das Ehepaar Florian und Bettina Oberndorfer. Sie haben bereits Wiesn-Erfahrung, denn ihnen gehört das Zelt „Münchner Knödelei“. Außerdem betreibt Florian Oberndorf seit 1993 das Wirtshaus in der Au. Dritter im Bunde soll der Betreiber des Nockherbergs, Florian Lechner, sein. Er hat 2017 mit Christian Schottenhammel - dem das gleichnamige Zelt auf der Wiesn gehört - das Traditionshaus im Münchner* Osten übernommen.

Ein großer Favorit für die Übernahme der „Bräurosl“ ging bei dem Ganzen aber wohl leer aus. Eigentlich hatte sich Lorenz Stiftl, der ebenfalls schon ein Wiesn-Zelt mit dem Namen „Zum Stiftl“ betreibt, für die Nachfolge beim Hippodrom beworben. Unterlag aber damals Siegfried Able, der jetzt das „Marstall“ betreibt. „Ich bin ein Vollblut-Wirt und würde nicht Nein sagen“, hatte er bereits vor Monaten seine Bereitschaft signalisiert. Doch offenbar hat man ihn auch diesmal nicht berücksichtigt.

So ging alles los auf der Theresienwiese: Die Geschichte der Münchner Wiesn (Video)

„Bräurosl“-Nachfolge: Zuerst muss noch der Stadtrat sein OK geben

Das letzte Wort in der Angelegenheit hat jedoch der Münchner Stadtrat. Er muss über den Vorschlag der Paulaner Brauerei (die auch das in der „Bräurosl" ausgeschenkte Hacker Pschorr braut) im Mai 2021 abstimmen. Natürlich nur, wenn bis dahin Corona* nicht erneut dem Oktoberfest einen Strich durch die Rechnung macht. Sollte das Gremium das Wirte-Trio ablehnen, muss Paulaner erneut einen Vorschlag einbringen. Davon gehen aber weder die Brauerei noch die Gastronomen im Augenblick aus. (tel) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Als Ersatz für das Oktober-Fest 2020 ist jetzt die Wirtshaus-Wiesn* geplant - doch ist das eine gute Idee?

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