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München bekommt ein weiteres Denkmal für die Opfer des Oktoberfest-Attentats im Jahr 1980.

Am Haupteingang auf dem Wiesn-Gelände

Münchner Oktoberfest-Attentat 1980: So wird das neue Denkmal für die Opfer aussehen

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Zum 40. Jahrestag des Oktoberfest-Attentats soll München ein weiteres Denkmal erhalten. Einen Entwurf gibt es schon. 

  • Am 26. September 2020 jährt sich der Tag es Attentat auf das Oktoberfest zum 40. Mal. 
  • Zum Jahrestag soll München ein weiteres Denkmal bekommen.
  • Der Entwurf steht bereits fest. 

München - München bekommt ein weiteres Denkmal für die Opfer des Oktoberfest-Attentats im Jahr 1980. Der Ältestenrat sowie die Betroffenen des Anschlags haben bereits einem Entwurf des Münchner Büros Müller-Rieger zugestimmt. Er zeigt die 224 Opfer der Tat und soll damit die menschliche Komponente des Geschehens ins Zentrum rücken. 

Situiert werden soll das neue Denkmal nahe dem Haupteingang auf dem Wiesn-Gelände und schräg gegenüber dem bestehenden Denkmal. Die Grundfläche orientiert sich an der unregelmäßigen Fläche eines Splitters, der an das ursprüngliche Denkmal angelehnt ist. Das bleibt freilich erhalten.

Zentraler Bestandteil sind die 224 Silhouetten. Diese werden als plane Flächen lebensgroß arrangiert, wie eine Besuchergruppe. Es besteht aber ein Durchgang zwischen den Statuen. Zudem gibt es fünf Themenbereiche, etwa über das Attentat oder die Ermittlungen dazu

Oktoberfest in München: Zum 40. Jahrestag des Attentats bekommt die Stadt ein weiteres Denkmal

Die Themenbereiche werden durch aufgedruckte Bilder und Texte, zwei Bildschirme sowie eine Hörstation in den Silhouetten integriert. Diese bestehen aus einem Glaskern, der durch LED beleuchtet wird. Zusätzlich werden die bedruckten Flächen der Themenbereiche mit Bodenstrahlern ausgeleuchtet. Kosten soll das Ganze rund 550.000 Euro. Fertiggestellt sein soll das Denkmal bis zum 40. Jahrestag des Attentats am 26. September 2020.

München bekommt ein neues Denkmal für die Opfer des Oktoberfest-Attentats im Jahr 1980. 

Grünen-Chef Florian Roth sagte gegenüber unserer Zeitung: „Uns ist wichtig, dass es eine weitere Information über das Attentat und einen Konsens mit den Angehörigen gibt. Die Erinnerung an dieses schreckliche Attentat müssen wir wachhalten.“ CSU-Kultursprecher Richard Quaas sagte: „Bei den Entwürfen geht es um eine würdigere Gestaltung und Einbettung des vorhandenen Denkmals. Die Sichtbarkeit soll sich über den gesamten Eingangsbereich erstrecken und auf das eigentliche Denkmal hinweisen. Damit wird eine Gestaltung aus einem Guss erreicht.“ 

SPD-Vize Christian Vorländer kommentiert: „Für alle ist das neue Denkmal wichtig. Für uns entscheidend war auch die erfolgte Zustimmung der Hinterbliebenen und betroffenen Familien. München geht damit den Weg der Aufklärung, des Hinschauens und des Mitgefühls.“

Attentat auf dem Oktoberfest 1980: Was damals geschah

Es war der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte Deutschlands: Am 26. September 1980 um 22.19 Uhr explodierte in einem Papierkorb nahe dem Haupteingang des Münchner Oktoberfestes eine Rohrbombe. 13 Menschen kamen ums Leben, 211 wurden verletzt, 68 davon schwer. Die Landeshauptstadt hat bereits einiges getan, um an diesen Tag zu erinnern. Es gibt unter anderem bereits ein Denkmal im Eingangsbereich, eine Info-Broschüre und seit September eine weitere Gedenktafel am Rathaus.

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