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Emotional vor Gericht

Polizist als „Hurensohn“ beleidigt - deshalb traf ihn die Beleidigung so sehr 

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Ein 23-jähriger Polizist soll im Rahmen einer Demonstration als „Hurensohn“ beschimpft worden sein. Mit einem emotionalen Statement hat der Beamte vor Gericht auf die Beleidigung reagiert.

Am 22. November vergangenen Jahres befand sich der 23-Jährige anlässlich einer Demonstration auf der Residenzstraße im Einsatz. Im Laufe der Kundgebung war ein Teilnehmer der Kundgebung  „Für ein solidarisches Miteinander - gegen das geplante Ausgrenzungsgesetz“ festgenommen worden. 

Das hatte einen Demonstranten (20) heftig erzürnt. In ihrer Anklageschrift warf die Staatsanwaltschaft dem 20-Jährigen vor, den Polizisten daraufhin als „Hurensohn“ bezeichnet zu haben. Vor Gericht bestritt er das.

Emotionale Aussage vor Gericht

Die wüste Beschimpfung habe ihn besonders hart getroffen, sagte der Beamte vor Gericht aus. Seine Mutter sei früh verstorben, er habe sie somit nie kennengelernt, erklärte der Polizeibeamte in einem emotionalen Statement. Im Anschluss an diese Aussage entschuldigte sich der Verurteilte bei dem Beamten, hielt aber weiter daran fest, die Tat nicht begangen zu haben.

Der zuständige Richter schenkte der Version des Polizeibeamten Glauben und verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen - deren Umsetzung blieb jedoch vorbehalten. Dem 20-Jährigen wurde seine Entschuldigung und das kooperative Verhalten während des Verfahrens zugute gehalten.

lks

Rubriklistenbild: © dpa

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