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Bizarre Produktneuheit: Circus Krone verkauft Wundermittel für Autofahrer - „Es gibt einen Riesen-Run darauf...“

  • Thomas Eldersch
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Clevere Idee  - oder stinkt der Plan des Circus Krone ab? Der Traditionsbetrieb verkauft Kot von Löwen im Einmachglas - offenbar mit Erfolg.

  • Der Circus Krone hat eine neue Geschäftsidee.
  • Es werden Einmachgläser gefüllt mit Löwenkot verkauft.
  • Die Exkremente sollen gegen Marder und andere Wildtiere helfen.

München - In Zeiten von Corona muss jeder schauen, wo er bleibt. Vor allem Kulturschaffende tun sich während der Pandemie schwer, Geld zu verdienen. Da ist der Münchner Cirkus Krone keine Ausnahme. Doch findige Köpfe im Traditionsbetrieb haben sich ein Geschäftsmodell ausgedacht, das förmlich aus Sch*** Gold macht. Man will dort jetzt Löwenkot abgepackt in Gläsern an den Mann bringen.

Circus Krone: Die Raubtier-Exkremente sollen vor Marderbefall schützen

Zurecht darf man sich die Frage stellen, warum man die Löwen-Exkremente im Einmachglas kaufen sollte. Doch glaubt man den Aussagen des Zirkus‘, hilft der Kot, Marder und andere Tiere vom eigenen Auto fernzuhalten. Auch der Zirkus benutzt die etwas andere Wildtierabschreckung selbst. 

Raubkatzendompteur Martin Lacey junior mit einem seiner Löwen. Der Erlös aus dem Verkauf soll Tieren zugutekommen.

Nicht nur zum eigenen Vorteil will der Circus Krone den Löwenkot verkaufen. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen in den „Lacey Fund“ einfließen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bedingungen der Tierhaltung zu verbessern. Damit will man auch den seit Jahren vorgebrachten Vorwürfen von Tierschützern entgegen treten, die fordern, dass der Cirucs Krone seine Tierhaltung und die Tier-Auftritte in der Manege aufgeben soll. Gegen den Raubtierdompteur Martin Lacey junior wurden im vergangenen Jahr auch Anschuldigungen laut, er würde die Tiere mit einer Peitsche schlagen.

Die Nachfrage nach dem Löwenkot des Circus Krone ist gewaltig

Dass der Löwenkot im Einmachglas kein Ladenhüter ist, bestätigt eine Sprecherin des Zirkus. „Es gibt jetzt einen Riesen-Run darauf. Wir haben wahnsinnig viele Anfragen per E-Mail bekommen.“ Verkauft wird der Marderschreck aber nur auf der „Krone-Farm“ in Weßling* (Landkreis Starnberg). Dort können altersschwache Tiere ihre letzten Jahre verbringen. Inzwischen ist die Farm auch für Besucher geöffnet. 

Wer seinen Löwenkot gerne per Post geliefert haben will, geht im Moment noch leer aus. „Auf einen Versand per Post haben wir mit Rücksicht auf die Boten verzichtet“, sagt die Zirkus-Sprecherin. Fügt jedoch noch hinzu: „Aber für den Transport finden wir im Zweifelsfall einen Weg.“ *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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