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Pino Crocamo ist neuer Wirt im Tambosi

Gäste sind empört

Mega-Ärger im neuen Tambosi! Nur noch Platz für Schöne und Reiche?

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Endlich wieder ein Platz an der Sonne – die Münchner haben die Wiedereröffnung des Tambosi herbeigesehnt. Doch es bekommen nicht alle eine Platz...

München - Das altehrwürdige Caféhaus mit Mega-Terrasse am Odeonsplatz ist aufwendig saniert worden, seit November bewirtet hier Pino Crocamo (60), Bruder von Szene-Wirt Ugo Crocamo (H’ugo’s), die Gäste in edlem Ambiente. Doch nach den Vorschusslorbeeren kommt die Ernüchterung: Viele Gäste sind nach dem Besuch im neuen Lokal enttäuscht – einige sogar verärgert. Der Tenor: Aus dem Traditionslokal sei ein Schickimickischuppen geworden, in dem die Gäste von früher nicht mehr willkommen sind. Das Tambosi – nur noch für Schöne und Reiche?

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Leserin Angelika Schulz (50) berichtet von ihrem Besuch Ende Januar. Zusammen mit ihrem Mann sei sie nachmittags ins Tambosi gegangen. Eine freundliche Bedienung habe ihnen einen Platz zugewiesen. Doch kaum hatten sie sich hingesetzt, „kam der Wirt reingeschossen“, erzählt Schulz. „Er hat gesagt: ,Da können Sie nicht sitzen.‘“ Crocamo habe darauf hingewiesen, dass draußen bereits Leute auf einen Platz warten würden – und habe das Ehepaar weggeschickt. Schulz ist sich sicher: „Man wollte uns hier nicht haben, draußen hat auch niemand auf den Platz gewartet.“ Die Hausfrau aus Eichenau (Kreis Fürstenfeldbruck) ärgert sich: „Wo sind wir denn, dass es in einem Lokal eine Gesichtskontrolle gibt!“ Ähnlich äußern sich Leonhard Socher (71) und seine Frau. „Wir wollten reingehen, dann kam gleich der Türsteher. Uns wurde gesagt, dass die Plätze zum Essen reserviert sind und wir an die Bar gehen müssten – dabei waren die meisten Plätze frei.“ Socher erklärt: „Noch mal gehe ich da nicht hin.“

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Was sagt der neue Wirt zu den Vorwürfen? Pino Crocamo bestreitet nicht, dass es Beschwerden gab – fühlt sich aber missverstanden. „Die alten Gäste waren daran gewöhnt, dass man reinspaziert und einen Kaffee trinkt.“ Er verfolge jedoch ein neues Konzept: „Die Gäste werden platziert.“ Er sehe das als Service. „Sie sollen das Gefühl haben, man kümmert sich um sie.“ Und ja, mittags seien die Tische zum Essen reserviert. Davon, dass er eine bestimmte Kundschaft im Lokal haben wolle, könne keine Rede sein. „Niemand wird abgewiesen. Man muss nur Verständnis mitbringen, dass es jetzt anders läuft als früher.“ 

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Altstadt/Lehel – mein Viertel“.

Janina Ventker

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