+
Tatort Fischbrunnen: Hier gibt es abends anscheinend brunnengekühltes Bier zu kaufen, was nicht erlaubt ist. 

Älterer Mann sorgt für Aufsehen

Dieser Bierverkauf am Fischbrunnen freut Münchner und macht Gastronomen wütend

Weil ein älterer Herr auf dem Marienplatz Bier ohne Ausschanklizenz verkauft, droht diesem nun Ärger. Die Polizei wurde nun extra auf ihn angesetzt.

München - Haluk Sevengül (SPD) ist Münchner Gastronom und Mitglied des Bezirksausschusses (BA) Altstadt/Lehel. Und bei der vergangenen Sitzung am Dienstagabend machte er seinem Ärger Luft. „Seit das Wetter warm ist, verkauft immer ein älterer Herr illegal Bier vor dem Neuen Rathaus“, sagte er gegenüber einem anwesenden Vertreter der Polizei. Schon vor einer Woche hatte er sich in der Sache an die Polizei gewandt, „aber verändert hat sich seitdem nichts, er ist immer noch jeden Abend da!“.

Lesen Sie zudem auch: Das ist der WM-Plan von Münchens berühmtester Fußball-Kneipe „Stadion an der Schleißheimer Straße“

Nicht nur Sevengül kennt das Phänomen, auch weitere sieben Anlieger hätten sich zuvor an ihn gewandt, vor allem Wirte. „Der Mann kommt jeden Abend mit einem Wägelchen, auf dem vier bis fünf Kästen Bier stehen und benutzt den Fischbrunnen als Kühlwasser“, ärgert sich Sevengül, „da entstehen teilweise Warteschlangen.“ Sevengül glaubt gesehen zu haben, dass das Flaschenbier für etwa zwei Euro verkauft wird. Dass die Leute nach Feierabend ein kaltes Bier am Marienplatz trinken, findet Sevengül eigentlich nicht so schlimm, aber: „Ohne Lizenz sorgt er für einen wirtschaftlichen Schaden bei den anderen Wirten.“ Der Polizei ist das anscheinend neu. Der anwesende Beamte versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern. Er nahm ein Beweisvideo entgegen, das Sevengül extra angefertigt hatte.

„Große Gefahr auf Ruhestörung“

Der BA-Vorsitzende Wolfgang Neumer sieht das ähnlich wie Sevengül und begrüßt, dass die Polizei nun aktiv wird. „Ohne Ausschank-Lizenz ist das einfach verboten. Und außerdem ist die Gefahr recht groß, dass das langfristig zu Ruhestörung führt, wie täglich in der Müllerstraße“, sagt er. Neumer möchte die umliegenden Wirte schützen: „Was sollen wir den Gastronomen sagen, die sich immer an Recht und Ordnung halten und die ganze Zeit alles dafür tun, ihre Gäste zu bändigen? Da darf die Polizei kein Auge zudrücken, wenn da jemand mitten am Marienplatz privat einige Kästen Bier verkauft.“

Vielleicht interessiert Sie auch das: Public Viewing in München - Wo Sie die Fußball-WM 2018 live sehen können

Der mutmaßlich illegale Bierverkauf am Fischbrunnen ist offenbar eine Erscheinung dieses Sommers. „In den vergangenen Jahren habe ich das noch nicht erlebt“, sagt Sevengül. Dem Bierverkäufer droht nun mindestens eine Abmahnung oder eine Strafzahlung, falls ihn die Polizei auf frischer Tat ertappt. 

inc

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sendlinger Tor: Mann rastet aus und zeigt Hitlergruß - wegen einer Kleinigkeit
Eigentlich wollten die beiden Mitarbeiter der MVG einen Mann nur auf etwas hinweisen. Doch der rastete aus.
Sendlinger Tor: Mann rastet aus und zeigt Hitlergruß - wegen einer Kleinigkeit
Legendäres Lokal in München öffnet wieder seine Pforten - diese Änderungen erwarten Gäste jetzt
Pünktlich zum Geburtstag von Sepp Krätz hat das Andechser am Dom seine Pforten wieder geöffnet. Nun gibt es mehr Plätze für Gäste und ein besonderes Schmankerl für die …
Legendäres Lokal in München öffnet wieder seine Pforten - diese Änderungen erwarten Gäste jetzt
Nach Semmel-Kauf: Mann bewirft Verkäufer mit Geld und beschimpft ihn rassistisch
Eigentlich hatte in der Bäckerei am Sendlinger Tor alles ganz harmlos angefangen. Dann beschimpfte ein Kunde den Verkäufer plötzlich rassistisch und bewarf ihn.
Nach Semmel-Kauf: Mann bewirft Verkäufer mit Geld und beschimpft ihn rassistisch
Katzenbaby versteckte sich im Motorraum: So geht es dem kleinen Nico eine Woche nach der Rettung
Einen ungewöhnlichen Fahrgast hatte ein Paar aus München: Eine Katze hat sich im Motorraum ihres Autos versteckt und ist mitgefahren. Nun durfte das Katzenbaby die …
Katzenbaby versteckte sich im Motorraum: So geht es dem kleinen Nico eine Woche nach der Rettung

Kommentare