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Mit so einem Einbaum begann Abdous Reise aus Gambia nach München. 

Auf dem Einbaum durch die Sümpfe

Vater reist mit Kind (2) 4500 Kilometer nach München - für einen überlebenswichtigen Termin

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Im Senegal fand der kleine Abou (2) keine medizinische Hilfe. Dann machte sich sein Vater mit ihm auf eine abenteuerliche Reise.

  • Eine Münchnerin, Gabi Canavan, hörte im Senegal vom Fall des zweijährigen Abou
  • Der Junge mit einem angeborenen Herzfehler fand im Senegal keine Hilfe
  • Canavan stellte Kontakt zu einer Stiftung her
  • Sein Vater reiste mit Abou nach München - in einem Einbaum

München - Sie fuhren stundenlang durch tropische Hitze und trieben über einen Sumpf voller Krokodile: Die Reise von Abdou (2) und seinem Vater Aboubakar (27) zum Deutschen Herzzentrum München klingt nach einem Indiana-Jones-Abenteuer. Nur stand dabei viel mehr auf dem Spiel: Es ging um das Leben des Zweijährigen …

Abdou hat einen angeborenen Herzfehler. Der Bub ist schwach, bei einer Untersuchung entdeckt ein Arzt ein Loch in seiner Herzscheidewand. Doch vor Ort gibt es keine Hilfe. Abdous Glück: Die Münchnerin Gabi Canavan, die sich im Senegal engagiert, hört von seinem Fall und stellt einen Kontakt zur Stiftung „Herz für Herz“ her. Die spendet 35.000 Euro, damit Ärzte in München dem Buben ein beschwerdefreies Leben schenken.

Das Team um Klinikdirektor Peter Ewert (rechts) konnte Abdous Herzfehler beheben.

Von Gambia für OP nach München: „Der Kleine hat jetzt... “

Zunächst steht aber eine abenteuerliche Reise an. Auf einem Einbaum treiben der Vater und sein Sohn durch tropische Mangrovensümpfe. Kein ungefährliches Unterfangen: In dem Gewässer leben westafrikanische Krokodile. Am anderen Ufer angekommen, geht es mit dem Bus über die Savannenstraße durch den Senegal bis in die Hauptstadt Dakar. Von dort fliegen Vater und Sohn nach München.

Nach der Herz-OP kann Abdou (2) wieder lachen.

Die anstrengende Reise lohnt sich: Obwohl der Herzfehler komplizierter ist, als die Chirurgen anfangs annehmen, können sie Abdou helfen. „Der Kleine hat jetzt ein ganz normales Leben vor sich“, sagte Peter Ewert, Direktor der Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie des Deutschen Herzzentrums München.

Der Bub hat sich gut von dem Eingriff erholt und ist am vergangenen Sonntag wieder nach Hause gereist. Worauf es sich am meisten freute? Endlich wieder seine Mama in die Arme zu schließen! 

stm

Mehr zum Deutschen Herzzentrum in München:

Weltweit seltener Eingriff geglückt - Ärzte retten 77-Jährige 

Sieben Herzfehler - und quietschfidel: So retteten Münchner Ärzte Baby Faustus

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