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Weil Maria E. (28) nicht in den Himmel, sondern in die Menge schoss, bekam sie sieben Monate Bewährung

Den Tränen nah auf der Anklagebank

Silvesterrakete am Marienplatz in die Menge gefeuert - Jetzt fiel das Urteil

Ihr verantwortungsloser Umgang mit einer Silvesterrakete hatte für eine 28-Jährige Frau ein Nachspiel. Sie brachte in München viele Menschen in Gefahr.

München - Sie hätte viele Menschen verletzen oder sogar töten können. Denn diese Aktion war Wahnsinn: Am proppevollen Marienplatz schoss Maria E. (28) eine Feuerwerksrakete in die Menge. Das hatte ein juristisches Nachspiel.

Wegen vorsätzlichen Herbeiführens einer Sprengstoff-Explosion musste sich die gebürtige Irakerin vor dem Amtsgericht verantworten. Den Tränen nah kauerte sie auf der Anklagebank. „Es war schlicht ein Unfall“, erklärte ihr Verteidiger Dirk Asche. Maria E. habe nicht gewusst, wie die Rakete funktioniert – und sei „zutiefst erschrocken“, als diese in einer Gruppe explodierte.

Sie bangte um ihren Aufenthalts-Status

„Es war ihre erste Silvesterfeier überhaupt.“ Die Gebrauchsanweisung? Hatte Marie E. nicht gelesen. Ihr Problem: ihre geringen Deutschkenntnisse. Seit zwei Jahren lebt die Frau in Deutschland. „Sie hat eine schwere Flucht hinter sich“, sagte ihr Verteidiger. Entsprechend sei Maria E. in Panik verfallen, als die Staatsanwaltschaft ihr die Anklage schickte. Sechs Tage lang musste sie in die Klinik, so heftig bangte sie um ihren Aufenthalts-Status. Eine Ausweisung hat sie aber nicht zu befürchten.

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Verurteilt wurde Maria E. dennoch: Das Amtsgericht brummte ihr sieben Monate Haft zur Bewährung auf, zusätzlich muss sie 90 Arbeitsstunden leisten. Und wird wohl nie mehr Raketen zünden…

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