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Das „S.A.M“ in der Ligsalz­straße 30 kam im Westend sehr gut an – seit Dienstag ist es (zumindest vorerst) geschlossen.

Die Westendler haben es satt

Dieses Münchner Restaurant wurde schon wieder abserviert - Bürger sind sauer

Im Westend wechselt ein Laden fast im Monatstakt seinen Inhaber. Die Bürger sind sauer. Die Stadt machte nun ein beliebtes Restaurant dicht.

München - Die Westendler haben es satt: Alle paar Monate gibt’s einen Wechsel im Laden an der Ligsalzstraße 30. Erst war hier ein Backshop, dann ein undefinierbares Lokal, das sowohl Pizza, Pasta als auch Kebap im Angebot hatte. Im März machte jetzt das S.A.M. – Sushi and Meat mit japanischen Spezialitäten auf. Innerhalb von zwei Wochen brummte der Laden. Brummte. Vergangenheitsform. Denn auch dieser Betrieb ist schon wieder geschlossen – die Stadt hat das Pop-up-Restaurant abserviert! Am Dienstag aßen die Gäste hier zum letzten Mal…

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Geschäftsführer Sam Hu (l.) und Koch Toki Sunaba. 

Das Problem: Laut Lokalbaukommission wurde die Gastronomie ohne baurechtliche Genehmigung geführt. Nachdem Geschäftsführer Sam Hu auf die möglichen Folgen hingewiesen worden sei, habe er den Betrieb sofort eingestellt. Der 33-Jährige hatte nach eigenen Aussagen bereits vor Monaten einen Antrag auf Nutzungsänderung von einem Laden zu Gastronomie gestellt. Auch über die Umbaumaßnahmen wie Schallschutzdecken, neue Toiletten und neue Fliesen habe er sich bereits Gedanken gemacht. „Die Lokalbaukommission wird den Antrag nun prüfen“, sagte Sprecher Ingo Trömer. „Sollte die Entscheidung positiv ausfallen, könnte der Betreiber den Gastronomiebetrieb dann wieder öffnen“, so Trömer.

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Sam Hu sagt: „Ich hoffe nun sehr darauf, dass ich bald wieder aufsperren darf“. Hus Mutter ist übrigens auch seine Chefin: Sie betreibt das Madame Hu, nur 100 Meter entfernt, und ist eigentlich auch die Wirtin vom S.A.M.

Hus Stammgäste aus dem Viertel sind sich einig: schade. „Hier gab es endlich vernünftiges Essen“, sagt die Arzthelferin Hanna Höger (37) aus der Nachbarschaft. Die Speisen wie Sushi, Rice Bowls und Ramen, eine japanische Nudelsuppe, sind bei den Gästen sehr gut angekommen, so Höger. Viele Büroleute hätten in ihrer Mittagspause hier gegessen: „Denn das Essen ist leicht und gesund. Ich finde es sehr schade – und hoffe, dass bald wieder auf ist.“ 

Tina Layes


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