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Zwei Angeklagte müssen sich vor dem Oberlandesgericht München verantworten. Die Männer sollen in ihrer Heimat für eine islamistisch terroristische Vereinigung gekämpft haben.

Prozess in München

Verteidiger fordern Freisprüche für Syrien-Kämpfer

Zwei mutmaßliche islamistische Kämpfer aus Syrien stehen in München vor Gericht. Die Verteidiger der Angeklagten haben am Freitag Freisprüche gefordert.

München - Der 23-jährige Azad R. und der 25-jährige Kamel T. stehen vor dem Oberlandesgericht München, weil sie in ihrer Heimat für die terroristische Vereinigung Ahrar al-Scham gekämpft haben sollen. Die Anwälte argumentierten jedoch, ihre Mandanten seien dort keine Mitglieder gewesen und hätten auch nicht die Errichtung eines Staats mit den Gesetzen der Scharia verfolgt.

Die Bundesanwaltschaft hatte am Vortag gefordert, R. und T. wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu zwei und vier Jahren Gefängnis zu verurteilen. Laut Anklage hatten sie von August 2013 bis April 2014 im Gebiet um Aleppo Wachdienste für Ahrar al-Scham versehen und so am Kampf gegen andere Rebellen und syrisches Militär teilgenommen.

Azad R. wurde in einem Gefecht verletzt und ist lebenslang gelähmt. Sein Freund T. pflegte ihn und flüchtete wohl über die Balkanroute gemeinsam mit ihm nach Deutschland. Urteilsverkündung soll am 19. September sein.

dpa

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