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„Sommer in der Stadt“: Circus Krone darf Löwen nicht auf Theresienwiese bringen

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Von: Sascha Karowski

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Shows mit Löwen wird es nicht auf der Wiesn geben. Das hat der Stadtrat entschieden.
Zirkus-Shows mit ­Löwen wird es nicht auf der Wiesn geben. Das hat der Stadtrat entschieden. © Achim Frank Schmidt

Eigentlich sollte der Circus Krone sein Programm auf der Theresienwiese abhalten. Doch wegen der Löwen stellt sich der Stadtrat dem entgegen.

München - Der Circus Krone wird mit seinem Löwen nicht auf die Theresienwiese ziehen. Das hat der Stadtrat am Dienstag im Rahmen des Konzepts für den Sommer in der Stadt entschieden. Der Zirkus sei jedoch willkommen, wenn er sich am Sommer in der Stadt beteiligen möchte, sagte Grünen-Stadträtin Julia Post, jedoch mit einem tierfreien Alternativprogramm.

„Wir würden uns freuen, wenn er da mitmacht. Aber dem Löwentraining können wir nicht zustimmen.“ Problem aus Sicht der Grünen ist die in Deutschland nicht geregelte Haltung von Wildtieren. „Ich habe nix gegen ein Löwentraining auf der Wiesn“, sagte Grünen-Stadtrat Hermann Brem mit einem Augenzwinkern. „Wenn es sich um die richtigen Löwen handelt. Das entspannt dann auch die Stadionfrage.“

Löwen-Verbot auf Theresienwiese: CSU würde Zirkus gerne helfen

CSU-Chef Manuel Pretzl sagte: „Zur Wildtierhaltung kann man durchaus unterschiedliche Auffassungen haben. Aber wir wollen doch dem Zirkus helfen, die Tiere hat er nun mal.“ Wenn der Zirkus für ein Alternativprogramm nun eigens Artisten anstellen müsse, verursache das zusätzliche Kosten. FDP-Vize Gabriele Neff sagte: „Das muss das Referat klären, wer dann die Kosten übernimmt.“

Darauf wies auch Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) hin. „Ein solches Programm wird dann aber nicht kostenfrei sein können.“ Der CSU-Referent will nun das Gespräch mit Zirkus-Chef Martin Lacey junior suchen.

Dürfen auf der Theresienwiese nicht in die Manege: Die Löwen des Cirvus Krone sind eigentlich die größte Attraktion.
Dürfen auf der Theresienwiese nicht in die Manege: Die Löwen des Cirvus Krone sind eigentlich die größte Attraktion. © Michael Westermann

Löwen-Verbot auf Theresienwiese: Wiesn-Stadträtin wünscht sich mehr Dezentralität

Insgesamt findet das Konzept Sommer in der Stadt aber großen Anklang im Gremium. Hermann Brem sagte: „Es ist etwas Besonderes, was München da schafft.“ Wiesn-Stadträtin Anja Berger wünscht sich noch mehr Angebote in der Fläche. „Es wäre schön, wenn es noch mehr Dezentralität gäbe.“

Das Wirtschaftsreferat soll beim „nächsten Aufschlag“ für Angebote darauf achten. Neben den bereits feststehenden Plätzen sind, wie berichtet, auch Angebote im Werksviertel, auf dem Platz am Bavariapark, im Hirschgarten oder auf der Fläche rund um den Friedensengel denkbar.

Der Sommer in der Stadt startet mit seinem Programm nun am 22. Juli, er soll voraussichtlich am 5. September enden. Vorstellbar ist allerdings auch, dass der Stadtrat das Angebot zeitlich verlängert.

ska

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