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München wirbt mit Kampagne „Merci Dir!“ für Rücksicht im Straßenverkehr - OB wünscht sich mehr Gelassenheit

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Von: Sascha Karowski

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Mobilitätsreferent Georg Dunkel, MVG-Chef Ingo Wortmann und OB Dieter Reiter präsentieren einige Plakate der neuen Kampagne.
Mobilitätsreferent Georg Dunkel (li.), MVG-Chef Ingo Wortmann (M.) und OB Dieter Reiter präsentieren einige Plakate der neuen Kampagne. © Schlaf

Mit Plakaten und Spots in den MVG-Fahrzeugen wirbt die Stadt ab heute für ein besseres Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer. Ziel ist es, möglichst keine Verkehrstoten mehr beklagen zu müssen.

München - Die Stadt wünscht sich „Mehr Amore auf Münchens Straßen“: Mit einer groß angelegten Kampagne unter dem Motto „Merci Dir“ will die Verwaltung für ein besseres Miteinander und mehr gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr werben. OB Dieter Reiter (SPD), Mobilitätsreferent Georg Dunkel (parteifrei) und der Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), Ingo Wortmann, haben am Freitag den Startschuss gegeben. In vielen U-Bahnen, Bussen und Trams werden die sieben Plakate und Spots in den nächsten Wochen zu sehen sein.

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„Mir ist das Thema sehr wichtig, daher stehe ich heute hier“, sagte Reiter. Er wünsche sich mehr Gelassenheit aller Verkehrsteilnehmer im Umgang miteinander und nicht immer Recht haben zu wollen, ein wenig mehr Respekt. Es vergehe nahezu keine Bürgerversammlung, bei der nicht ein Radfahrer über Autofahrer oder ein Fußgänger über Radfahrer schimpfe. Oder einer gegen die beiden anderen. „Das ist auch beliebig austauschbar.“

Die Kampagne nun sei ein weiterer Schritt zur sogenannte Vision Zero, also dem Ziel keine Verkehrstoten in der Stadt verzeichnen zu müssen. „Voriges Jahr hatten wir neun Todesfälle und fast 500 Schwerverletzte. Das ist auch in einer Millionenstadt zu viel“, sagte Reiter.

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Die Öffentlichkeitskampagne sei wertvoll, könne aber nur ein Teil der Arbeit sein, ergänzte Mobilitätsreferent Dunkel. Sein Referat arbeite mit Nachdruck daran, breitere und sichere Radwege zu bauen oder Kreuzungen zu entschärfen. „Städte wie Oslo und Helsinki sind da weiter, da gab es schon Jahre mit keinem Verkehrstoten.“

Mit dem Kampagnennamen „Merci Dir“ habe er als gebürtiger Rheinländer zunächst Schwierigkeiten gehabt. „Verstanden habe ich ihn aber sofort“, sagte Dunkel. „In Bayern ist das quasi ein geflügeltes Wort“, sagte Reiter. Und es stehe auch in München für Leben und Leben lassen. „Das schaffen wir überall, nur eben beim Thema Mobilität noch nicht.“

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