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Hier soll das Lokal „Zum Stiftlwirt“ entstehen. Stefan Stiftl wird es führen.

Junge, bayerische Küche

Stiftl eröffnet Wirtshaus im Tal 

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München - Lorenz Stiftl ist Sprecher der Innenstadtwirte und führt ein kleines Zelt auf der Wiesn. Nun eröffnet er ein Wirtshaus im Tal: Sohn Stefan hat dort die Zügel in der Hand.

Manchmal kann es auch in München einfach gehen. Über ein Immobilienportal im Internet hat Stefan Stiftl (33) sein Wirtshaus gefunden. Es liegt an bester Stelle in der Innenstadt: im „Däntl-Haus“ im Tal 15, an der Ecke zur Hochbrückenstraße.

Kurz vor Weihnachten unterschrieb Stiftl den Mietvertrag. Und auch einen Namen gibt es schon: „Zum Stiftlwirt“ soll das erste eigene Lokal heißen, kündigt der Sohn von Wiesnwirt Lorenz Stiftl (53) an. Bisher war Stefan Stiftl in den Betrieben des Vaters unterwegs. Der ist zwar auch beim neuen Lokal involviert, den Hut aufhaben soll aber der 33-Jährige.

In dem Gebäude war früher eine Bankfiliale untergebracht, es folgte eine Zwischennutzung. Die Fassade ziert ein Denkmal: Es soll an Bäckersknechte erinnern, die Ludwig dem Bayern einst der Legende nach das Leben gerettet haben. Inwiefern er die abgebildeten Brezn und Semmeln an der Fassade ins Konzept integriert, weiß Stiftl noch nicht. Klar ist dagegen schon, dass es bayerische Küche geben wird, „die Zielgruppe ist jünger als im Spöckmeier“, sagt der Wirt. Neben dem Traditions-Wirtshaus betreibt Vater Lorenz bis Ende des Jahres noch die Gastronomie im Deutschen Theater. Das Catering für das Grünwalder Stadion hat er gerade übernommen, auf der Wiesn führt er das kleine Zelt „Zum Stiftl“.

Das Fleisch kommt auch beim neuen Projekt aus der eigenen Metzgerei. Das Feinkonzept stehe noch nicht endgültig, so Stefan Stiftl. Im Sommer will der Gastronom eröffnen, 200 Plätze soll es im mit dunklem Holz eingerichteten Lokal geben. 100 weitere draußen. „Da ist den ganzen Tag Sonne“, schwärmt Stiftl. Alle Genehmigungen seien beantragt. 

In Endverhandlungen befindet sich der 33-Jährige zu der Frage, welche Brauerei das Bier liefern wird. Konkurrenz an bayerischen Wirtschaften gibt es im Tal genug: alleine drei befinden sich in unmittelbarer Nähe. Stiftl: „Ich werde versuchen, eine Marktlücke zu schließen.“ Über den Tellerrand hinausgeblickt hat er schon in jungen Jahren: Mit 21 absolvierte der Wirt ein Praktikum im Hofbräuhaus in Las Vegas. 

 Ramona Weise

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