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Das Rewe Family-Sommerfest wird in Zukunft nicht mehr auf der Theresienwiese stattfinden. 

„Nicht mehr zeitgemäß“

Aus für dieses Münchner Mega-Event - Der Grund verwundert

Der Grund verwundert durchaus - die Lokalpolitiker sind erleichtert: Ein traditionelles Münchner Mega-Event wird künftig nicht mehr stattfinden.

München - Künftig wird kein Rewe Family-Sommerfest mehr auf der Theresienwiese stattfinden. Das hat der Konzern gestern überraschend angekündigt. Der Lebensmittelhändler hatte das Familienfest 25 Jahre lang in mehreren deutschen Städten veranstaltet - neben München etwa auch in Berlin, Hamburg und Köln. Damit ist jetzt Schluss! Denn: Ein Event wie das Sommerfest sei nicht mehr zeitgemäß, sagt eine Sprecherin. „Die Zeit der Großveranstaltungen ist vorbei.“ Um Menschen zu begeistern, sei heutzutage viel Aufwand und Spektakel nötig - das sei aber nicht mehr mit dem Rewe-Kernanliegen vereinbar: „Letztlich sind wir ein Lebensmittel-Einzelhändler.“

Das Familienfest war nicht nur für sein kulinarisches Angebot bekannt, sondern auch für bekannte Musiker auf der Bühne - zum Beispiel traten hier schon Heino und Wincent Weiss auf. Das Aus kommt jetzt überraschend, nicht zuletzt, weil Rewe stets den Erfolg der Veranstaltung betonte. Allein heuer waren rund 100 000 Münchner da.

REWE Family auf der Theresienwiese: Mehr als 100.000 Besucher

Lokalpolitiker atmen auf

Die Lokalpolitiker auf der Schwanthalerhöhe sind indes erleichtert - dem Bezirksausschuss (BA) war das Familienfest schon lang ein Dorn im Auge. „Wir haben das immer als reines Kommerzfest gesehen“, sagt BA-Vorsitzende Sibylle Stöhr (Grüne). Die Theresienwiese sei vor allem für die Bürger da, deshalb unterstütze der BA nur Veranstaltungen, die allen zugutekämen. So finden im kommenden Jahr dort neben dem Oktoberfest, dem Frühlingsfest und dem Winter-Tollwood auch wieder die Afrikatage statt. „Wir sind ein offenes Viertel und wollen Veranstaltungen, die Kulturen zusammenbringen“, sagt Stöhr. „Deshalb passen die Afrikatage gut hierher.“ Einen Antrag für ein Sonnwendfeuer hat der BA dagegen abgelehnt. „Das gehört in die Berge“, sagt BA-Mitglied Wilhelm Mundigl (SPD): „Das hat in der Stadt nichts verloren.“ 

Constanze Radnoti

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