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Die Sicherheitsfrage auf dem Münchner Oktoberfest war in den vergangenen Jahren allgegenwärtig. 

Nach Aus für das Rote Kreuz

Sicherheit auf der Wiesn: Die nächste große Änderung steht bevor

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Die Firma Securitas wird nach Informationen unserer Zeitung den Sicherheitsdienst auf dem Oktoberfest übernehmen. Sie war der einzige verbliebene Bieter. Der bisherige Dienstleister, die Firma Kötter, hat offenbar zurückgezogen. Damit endet eine nicht immer einfache Beziehung.

München - Ärger im Vorfeld der Wiesn ist nicht selten. Immer wieder rumort es, wenn alteingesessene gastronomische Betriebe bei der Vergabe nicht berücksichtigt werden. Im Vorjahr sorgte die Bierpreisbremse bundesweit für Schlagzeilen, heuer das Bayerische Rote Kreuz, das bei der Ausschreibung um die Wiesn-Ambulanz das Nachsehen hatte. Und nun die nächste Nachricht: Nach Informationen unserer Zeitung wird die Firma Securitas heuer den Sicherheitsdienst auf der Wiesn übernehmen. Anders als beim BRK aber wird diese Entscheidung wohl kaum für Konflikte sorgen. Das Unternehmen war der einzig übrig gebliebene Bieter. „Schlange gestanden sind die hier nicht“, sagt ein Rathaus-Insider.

Die Düsseldorfer Firma gehört sicherlich zu den Branchenriesen. Securitas beschäftigte laut Bundesanzeiger 2016 etwa 20 000 Mitarbeiter an 120 Standorten und erwirtschaftete einen Umsatz von rund 800 Millionen Euro. Die Rheinländer lösen das Unternehmen Kötter ab, das seit 2016 für die Sicherheit auf der Wiesn verantwortlich zeichnete. Wie es weiter heißt, soll sich die Firma zwar noch beworben, allerdings später das Angebot zurückgezogen haben.

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Münchner Oktoberfest: Sicherheitsfrage allgegenwärtig

Die Sicherheitsfrage hatte im Frühjahr 2016 traurige Brisanz erfahren. Nach den Terroranschlägen in Paris und Brüssel hatte der Stadtrat nicht nur die Anzahl der städtischen Ordner um 100 auf 350 erhöht, auch wurden erstmals Taschenkontrollen durchgeführt und ein zusätzlicher Zaun am Wiesn-Gelände installiert. Später stockte die Stadt die Zahl der Ordner abermals auf.

Eine erste Ausschreibung hatte wenig Erfolg. Es war einfach zu kurzfristig. Bis Ende April 2016 gab es kein Angebot. Am 13. Mai unterschrieb OB Dieter Reiter (SPD) daher eine dringliche Anordnung und ermächtigte das Referat für Arbeit und Wirtschaft, ohne Ausschreibung Kontakt mit Sicherheitsfirmen aufzunehmen. Kötter Security machte ein höchst kostspieliges Angebot: Vereinbart wurde ein Stundensatz von 60 Euro für Ordnungsdienstkräfte mit Sachkundeprüfung und 56 Euro für Ordnungsdienstkräfte mit Unterrichtung, einer niedrigeren Qualifikation.

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Sicherheit auf der Wiesn: „Ich kann nur sagen, dass es nicht billig ist“

Zudem wurde Kötter für 2017 noch mal eine Option eingeräumt. Die Firma geriet in die Schlagzeilen, weil mehr als 20 Mitarbeiter während der Wiesn mit Verdacht auf Lebensmittelvergiftung in einer Klinik landeten. Ordnungsdienstler beklagten sich zudem öffentlich über die Arbeitsbedingungen. Und bei Kötter angestellte Subunternehmer monierten nicht ausgezahlte Gehälter.

Wie zu erfahren war, haben die Wirte in Gesprächen mit der Stadt immer wieder darauf gedrängt, die Kosten für den städtischen Sicherheitsdienst zu senken. Denn die Gastronomen müssen über die neu eingeführte Umsatzpacht die Kosten tragen. Die Pacht betrug im Vorjahr 5,1 Prozent. Kolportiert wird, dass sie auf sieben Prozent erhöht werden könnte. Wie viel Geld nun für die Dienste von Securitas ausgegeben werden muss, war nicht zu erfahren. Ob die Düsseldorfer günstiger sind als der bisherige Anbieter, ist demnach offen. „Ich kann nur sagen, dass es nicht billig ist“, verrät ein Insider. Wirtesprecher Peter Inselkammer (Armbrustschützenzelt) sagte auf Anfrage: „Wir hoffen natürlich, dass der Sicherheitsdienst durch die Ausschreibung günstiger wird. Gleichzeitig muss die Qualität selbstverständlich auch stimmen.“

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