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Junge Frauen erzählen

Onanierender S-Bahn-Fahrer: Jetzt sprechen die geschockten Opfer

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Sie setzten sich absichtlich nah an den Führerstand um sich auf dem Heimweg sicher zu fühlen - doch dieser Fahrzeugführer missbraucht ihr Vertrauen auf unappetitliche Weise.   

München - Magdalena R. (21; Name geändert) brauchte ungefähr eine Minute, um zu begreifen, was sie dort sah. Den Ekel, den Schrecken, das missbrauchte Vertrauen begleitet sie seitdem auf Schritt und Tritt: Ein S-Bahn-Fahrer (40) der S4 entblößte sich in der Nacht zu Samstag während der Fahrt zwischen der Innenstadt und dem Bahnhof Haar in seinem Führerstand und onanierte vor den Augen dreier junger Frauen. Später kam er sogar aus dem Führerstand heraus, baute sich vor den Frauen auf und fragte frech: „Habt Ihr ein Problem mit mir?“ Die Bundespolizei nahm den Mann am Bahnhof Haar fest. Er ist vorerst vom Dienst suspendiert.

Mit zwei Kolleginnen hatte die Arzthelferin am Samstag den Abend in der Stadt verbracht. Am Marienplatz stiegen sie in die S4. Gleich hinter dem Fahrer, dessen Führerstand mit einer Scheibe und einem Vorhang abgetrennt ist, nahm die Frauen Platz: „Man hört ja immer, man soll sich nahe zum Fahrer setzen. Da fühlten wir uns sicher.“ Bis der Vorhang hinter Magdalenas Kopf plötzlich so komisch wackelte: „Da schaut Dich einer die ganze Zeit an,“ sagte die Kollegin. Magdalena stand auf. Und dann sah sie es: „Der S-Bahn-Fahrer hatte seine Hosen ausgezogen und zeigte sich uns ohne jede Scham! Er presste sein Glied an diese getönte Scheibe. Es war so widerlich. Ich war total geschockt.“ Entschlossen taten die Frauen das einzig Richtige: Sie riefen sofort die Polizei.

Der Mann wurde angezeigt

In der Zwischenzeit hatte sich der Lokführer wieder halbwegs angezogen. Plötzlich ging die Tür auf und er kam heraus. „Ich frage mich wirklich, woher er diese Frechheit nahm.“ Die Frauen waren sprachlos. Auf seine Frage bekam er keine Antwort. Da verschwand er wieder in seinem Führerstand. Nach dem Notruf der Frauen wurde er über Funk von der Leitstelle angewiesen, die S-Bahn in Haar abzustellen und seinen Dienst dort augenblicklich zu beenden. Dort wartete die Bundespolizei auf ihn: „Auch die Beamtin hat gesehen, dass seine Kleidung in Unordnung war,“ berichtet Magdalena. Der 40-jährige wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt. Die Aufzeichnungen der Überwachungskamera wurden gesichert. Für ihn ist die Bahn-Karriere vermutlich beendet.

Magdalena hat seit diesem traumatischen Erlebnis kaum noch geschlafen: „Ich werde von diesen Bildern verfolgt. Ich glaube, ich brauche Hilfe,“ sagte sie am Montag erschöpft.

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