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Jan Jäger arbeitet momentan ehrenamtlich im Maxim. Er will das Kino retten und mit einem Verein als Begegnungsstätte weiterführen

Maxim an der Landshuter Allee

Rettungsversuche für das kleine Boazn-Kino

München - Das kleine Kino an der Landshuter Allee wirkt ziemlich herunter gekommen. Das Boazn-Filmtheater soll trotzdem gerettet werden.

Boazn-Filmtheater ist wohl der richtige Begriff, will man das Maxim jemandem beschreiben, der nie in dem Kino an der Landshuter Allee war. Die braunen Stühle lassen eine Polsterung nur erahnen, die Decke ist unverputzt, digitalisierte Filme können nicht abgespielt werden.

Jetzt will der Vermieter den Mietvertrag mit Betreiber Sigi Daiber (75) nicht verlängern. „Es scheint, als sei mein Kino eine völlig überflüssige Instanz“, schimpft Daiber gegenüber der tz. 30 Jahre hat er Münchens drittältestes Kino geführt, Ende März soll er raus. Die Miete sei weit unter dem Marktpreis geblieben, sagt der Vermieter dem Münchner Merkur. Und persönlich verstehe man sich auch nicht mehr. Freitagnachmittag haben 2200 Münchner auf www.chance.org /p/erhalt-des-maxim-kino-münchen eine Petition unterschrieben.

Der Retter des Kinos könnte der junge Veranstaltungstechniker Jan Jäger werden, der dreimal die Woche ehrenamtlich im Maxim arbeitet. Jäger hat ausgerechnet, dass er das Kino mit 22 Zuschauern täglich finanzieren könnte. Vorausgesetzt, die Mieterhöhung bleibt moderat und es gibt ehrenamtliche Helfer. Die sollen über einen Verein kommen, der das Kino durch Mitgliedsbeiträge und Spenden mitfinanziert. „Hier soll mehr als ein Kino sein, als soll ein Freiraum und eine Begegnungsstätte für Menschen aus dem Viertel werden“, sagt Jäger. Er will Lesungen, Konzerte, Diskussionen veranstalten sowie aktuelle und politische Filme zeigen. Den Bezirksausschuss hat er auf seiner Seite.

Nur der Vermieter lässt sich bei der Mieterhöhung nicht umstimmen. Jäger aber kämpft und plant bis März weiter Veranstaltungen, die das Maxim ins beste Licht rücken. Und er sucht Unterstützer, Kooperationspartner oder den großen Gönner, der das kleine Boazn-Kino rettet.

Jasmin Menrad

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