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Rischart-Haus in München: Stadt kauft Backstube für 87 Millionen Euro – „Der Spekulation entzogen“

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Von: Sascha Karowski

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Rischart möchte seinen Firmensitz an der Buttermelcherstraße verkaufen. Die Stadt bietet 100 Millionen Euro.
Die Stadt kauft das Gebäude von Rischart im Gärtnerplatzviertel. © Marcus Schlaf

Die Stadt kauft das Rischart-Haus an der Buttermelcherstraße - und zwar zu einem gedeckelten Preis. Darauf haben sich die Firmenchefs und Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) verständigt.

München - Das Rischart-Haupthaus an der Buttermelchertraße wechselt in den Besitz der Stadt. Kommunalreferentin Krisitna Frank (CSU) und die Firmenchefs Gerhard Müller und Magnus Müller-Rischart haben sich geeinigt. Dem Vernehmen nach liegt der Kaufpreis bei 87 Millionen Euro,.

Rischart-Haus an der Buttermelcherstraße: Bäckerei will verkaufen, weil sie eine neue Backstube baut

Die Stadt hatte Interesse an dem Areal an der Buttermelcherstraße 16 angemeldet, Rischart hatte das Grundstück zum Kauf angeboten und am Ende nur noch exklusiv mit dem Kommunalreferat verhandelt, das 100 Millionen Euro geboten hatte. SPD und Grüne hatten dann versucht, den Kaufpreis zu drücken. Mit Erfolg offenbar.

Das Grundstück ist für die Verwaltung auch deshalb interessant, weil das Nachbargelände bereits im Besitz des Kommunalreferates ist. So könnten beide Flächen gemeinsam entwickelt werden. Die Rede ist von 100 städtische Wohnungen, die ab 2025 entstehen könnten.

Rischart-Haus an der Buttermelcherstraße: SPD, CSU und Grüne sind mit dem Deal zufrieden

„Münchens Mieter verdienen städtische Wohnungen nicht nur in Randlagen und Neubaugebieten, sondern auch im Herzen der Stadt“, sagt Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD). Mit dem Kauf gebe die Stadt die Zukunft des Herzens der Stadt nicht aus der Hand, sagt Kommunalreferentin Frank. „Von diesem zentralen Grundstück profitieren Flair und bunte Zusammensetzung des Viertels.“

Grünen-Stadträtin Sybille Stöhr: „Wir freuen uns sehr, dass dieses wertvolle Grundstück in städtische Hände übergeht. Damit wird Grund und Boden in einem attraktiven Innenstadtviertel der Spekulation entzogen.“

Rischart-Haus Buttermelcherstraße: FDP und Bayernpartei kritisieren die Ausgaben

Kritik kommt von FDP und Bayernpartei, Fraktionschef Jörg Hoffmann sagte am Mittwoch: „Wir halten es nicht mit verantwortungsvoller Haushaltsführung vereinbar, Wohnungen für rund 1,8 Millionen Euro pro Stück zu bauen, um sie dann für 11 Euro zu vermieten. Das belastet alle Münchner Steuerzahler und schützt gerade mal 200 Mieter, die dann dort einziehen.“

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