Bundesregierung: Deutsches Todesopfer bei Anschlag in Kabul

Bundesregierung: Deutsches Todesopfer bei Anschlag in Kabul
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Andre Makic.

Andre rettete Frau vor Schläger

Er ist der Held aus der S-Bahn

München - Eine ältere Dame wird in der S-Bahn von einem betrunkenen Mann aggressiv belästigt. Eine Weile schaut André zu, doch als es zu weit geht, greift er ein. In der tz spricht der 40-Jährige über seine Zivilcourage. 

Eigentlich wollte sich André Mrakic (40) am Montagnachmittag nur eine Fahrkarte am ZOB für den Kurzurlaub holen – doch dann wurde der Kellner zum Helden. Er rettete eine ältere Frau vor einem aggressiven Griechen, der sie in der S-Bahn völlig grundlos mit Schlägen malträtierte. Am Tag danach gibt sich der Pasinger gegenüber der tz aber bescheiden: „Das war doch selbstverständlich.“

Zunächst war dem Bosnier nicht klar, in welchem Verhältnis der aggressive Grieche zu der Frau stand. „Er redete laut auf sie ein, packte sie grob an der Schulter“, schildert André Mrakic die Situation am Bahnsteig an der Hackerbrücke. Als der Mann die eingeschüchterte Dame auch noch schlug, ging eine wartende Dame dazwischen. Auch der Pasinger eilte herbei, stellte sich schützend vor das Opfer.

Polizei sucht Opfer

Als eine S7 einfuhr, stieg die bedrängte Frau ein. Der Betrunkene folgte ihr. „Damit hatten wir nicht gerechnet, also sind wir mit in die Bahn“, erzählt der Kellner. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof attackierte der Grieche wieder die Frau, doch diesmal ging André Mrakic sofort dazwischen und stieß den 55-Jährigen weg. „Am Hauptbahnhof wollte der Mann dann abhauen.“ Da packte der 40-Jährige den Griechen und brachte ihn zu Boden. Wenig später kamen Bundespolizisten und nahmen den Täter mit auf die Wache.

Hier stellten die Beamten bei dem Griechen einen Atemalkoholwert von 1,78 Promille fest! „Jetzt bitten wir die bedrängte Frau, sich bei uns zu melden“, sagt Bundespolizeisprecher Wolfgang Hauner. „Sie ist leider mit der S 7 weitergefahren.“ Die Frau wird wie folgt beschrieben: schulterlange, dunkle Haare, Daunenjacke, Arm in Gips und Augenverband.

Für André Mrakic war sein Einschreiten selbstverständlich. „Sie hätte meine Mutter sein können. Es war schön zu sehen, dass auch andere Menschen eingegriffen haben.“ Die nächsten Tage erholt sich der 40-Jährige jetzt bei seiner Mutter und seinem Bruder in Koblenz. Wer weiß, wie es der Frau ergangen wäre, hätte André Mrakic sich am Montag nicht die Busfahrkarte geholt...

jam

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