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Die Organisatoren des Protest-Camps werten den Vorfall eindeutig als "Wasser-Attacke".

Unruhen am Sendlinger-Tor-Platz

Schlafsäcke von Flüchtlingen begossen - doch kein Versehen?

München - Ein Gärtner hat am Sendlinger Tor Schlafsäcke der dort campierenden Flüchtlinge bewässert - aus Versehen, hieß es bisher. Doch jetzt rudert das Baureferat zurück und will den Vorfall genauer prüfen.

Vor wenigen Tagen hatte ein Vorfall am Sendlinger-Tor-Platz für Unruhe gesorgt: Ein Gärtner hatte beim Bewässern von Blumen die Schlafsäcke der dort campierenden Flüchtlinge nass gespritzt. Alles ein Versehen, hieß es wenig später vom Münchner Baureferat. 

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sieht die Sache jetzt aber doch anders aus: Am Mittwoch teilte das Baureferat mit, der Fahrer des Gießfahrzeuges müsse mit Konsequenzen rechnen, wenn man ihm ein Fehlverhalten nachweisen könne.

Noch am Dienstag hatte sich die städtische Behörde hinter den Gärtner gestellt und angegeben, die Schlafsäcke seien nur "versehentlich nass" geworden. "Unser Fahrer hat sie leider nicht gesehen, sie lagen auf der Rückseite eines Pflanzentroges", hieß es. Die Stadt entschuldigte sich und drückte ihr Bedauern aus. Damit schien der Vorfall gegessen zu sein. Doch schon am Mittwoch korrigierte das Baureferat seine Stellungnahme: Vorerst habe man nur Bedauern über den Vorfall ausdrücken wollen. Eine Bewertung des Verhaltens des Gärtners sei damit jedoch nicht verbunden gewesen.

Jetzt will sich die Behörde genauer über den Vorfall informieren. Zudem soll laut SZ Bildmaterial vorliegen, das beweist, dass der Gärtner trotz energischer Proteste der Flüchtlinge seine Gießarbeiten fortsetzt und deutlich mehr als drei Schlafsäcke nass spritzt. Lassen sich diese Vorwürfe belegen, könnte es für den Gärtner ganz schön ungemütlich werden.

Ab Montag könnte es zu weiteren Unruhen am Sendlinger-Tor-Platz kommen: Pegida will hier vor den Flüchtlingen demonstrieren, wie das rechtspopulistische Aktionsbündnis auf Facebook angekündigt hat.

sb

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