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Gespannte Vorfreude: Die Wiedereröffnung des Gärtnerplatztheaters soll Ende des Jahres gefeiert werden.

Serie: Was 2016 dem Stadtteil bringt

Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt: Viel Bau-Theater im Viertel

München - Viel Theater wird es im Stadtbezirk Ludwigvorstadt-Isarvorstadt auch 2016 um den Viehhof geben. In verschiedenen Petitionen brodelt der Widerstand gegen einen Theaterneubau auf dem Gelände. Was fürs neue Jahr im Viertel außerdem ansteht.

Hierhin soll nach Stadtratsbeschluss das Volkstheater umziehen, das seinen Standort samt Gastronomie an der Brienner Straße 2020 verlassen muss. Ausschlaggebendes Argument für den Neubau am Viehhof ist der Zeitfaktor. Denn die ebenfalls städtische Großmarkthalle soll bis mindestens 2024 in Betrieb bleiben. Viele Bürger wünschen sich eine Gesamtplanung für das Schlacht- und Viehhofgelände und die Großmarkthalle. Andere fürchten einen zu großen Bau mit hohem Theaterturm, Parksuchverkehr, Konkurrenz für das Wirtshaus im Schlachthof, Belebung des Viertels und nächtliche Unruhe.

Kulturzentrum Südbahnhof und Viehhof

Ums Überleben und einen Platz in München kämpfen die jetzigen Zwischennutzer, etwa das Viehhofkino. Silvia Haas, die für die Grünen im örtlichen Bezirksausschuss (BA) sitzt, unterstützt mit Mitstreitern aus dem BA Sendling eine Petition unter dem Motto: „Mehr Wohnungen in den Viehhof!“ Man will eine Beschlussänderung und die Neuplanung des Theaterbaus in der denkmalgeschützten Großmarkthalle 1. Ein allgemeiner Standortvergleich soll nach einem Antrag auf der Bürgerversammlung nun stattfinden. Der BA-Vorsitzende Alexander Miklosy (Rosa Liste) sieht es gelassener: „Die Bürger, die sich auf das Volkstheater freuen, schweigen in der Bürgerversammlung. Eine Mehrheit im BA 2 steht hinter dem Standort Viehhof. Und ich denke auch die Bürgermehrheit!“ Die nächsten Schritte sind dann 2016 die Ausschreibung eines Architekturwettbewerbs für den Theaterneubau und die Auswahl der Entwürfe. Auch neue Wohnungen täten dem Viehhof in einem gewissen Rahmen gut: „Eine kontrolliert wachsende Stadt ist viel besser als eine schrumpfende“, so Miklosy.

Unweit vom Viehhof, am südlichen Rand des Stadtbezirks mit Eingang zur Ruppertstraße, schreiten die Planungen des Kulturzentrums Südbahnhof voran. Ende 2016 könnte bereits Baubeginn sein.

Das Gärtnerplatztheater kommt zurück

Gefeiert werden soll heuer die Wiedereröffnung des Gärtnerplatztheaters. Der anvisierte Termin ist der 151. Geburtstag des Hauses am 4. November. Auf eine öffentliche Eislaufbahn – wie zwischenzeitlich diskutiert – wird man dann sicher verzichten. „Wir wollten die Bürger erfreuen und nicht für zusätzlichen Lärm sorgen“, so der Theater-Sprecher.

Party-Ärger: Wie geht es in der Müllerstraße weiter?

Nächtliche Ruhestörungen in der Müllerstraße, wo neue Clubs nach mancher Anwohnermeinung „quasi über Nacht eröffnen“, werden als Dauerthema wohl auch das Jahr 2016 begleiten – besonders wenn der Sommer wieder so warm wird. Der Spitzname „Ballermann von München“ kommt nicht von ungefähr.

Schon jetzt freut sich der Stadtbezirk im Juni auf die Stadtteil Kulturwoche, die ein Viertel nur alle 24 Jahre austragen darf. Vom 10. bis 16. Juni findet das Fest auf der Theresienwiese statt. Auch die Afrikatage kommen gleich im Anschluss 2016 wieder.

Bauarbeiten am Sendlinger Tor starten

Schließlich starten ab Mitte August am Sendlinger Tor und in den angrenzenden Straßen verschiedene Bauarbeiten, um die 2017 beginnende Modernisierung des U-Bahnhofs Sendlinger Tor vorzubereiten. Es wird Wanderbaustellen am Sendlinger-Tor-Platz, der Wallstraße, vor dem Haupteingang der Kreissparkasse sowie Verkehrsbeeinträchtigungen am Oberanger, in der Lindwurm-/Blumen- und Sonnenstraße geben, um Leitungen und Kanäle zu verlegen.

Der Königshof kommt weg

Abgerissen wird der Königshof. Voraussichtlich bereits im Herbst, denn die privaten Investoren drängen auf einen schnellen Baubeginn. Der Nachkriegsbau wird durch ein extravagantes, neunstöckiges Haus für das renommierte Hotel und Restaurant ersetzt. Auch der erste Bauabschnitt zur Sanierung des Deutschen Museums schreitet 2016 innen und außen voran und sorgt für Veränderungen.

Bettina Ulrichs

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