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Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat sich zu den sexuellen Übergriffen beim Rathaus-Clubbing geäußert. 

Statement der Stadt zu Vorfällen

Sexuelle Übergriffe beim Rathaus-Clubbing? Das sagt OB Reiter

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München - Medienberichten zufolge ist es beim Rathaus-Clubbing Ende Oktober zu sexuellen Übergriffen gekommen. Jetzt hat sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zu Wort gemeldet. 

Anfang Dezember hatten mehrere Medien über sexuelle Übergriffe beim Rathaus-Clubbing am 29. Oktober berichtet. Demnach sollen dort junge Flüchtlinge Frauen belästigt haben. Die Polizei bestätigte damals laut Abendzeitung, dass es sich bei dem Täter um einen 18-jährigen Syrer gehandelt haben soll. Zudem seinen Platzverweise gegen vier weitere Personen ausgesprochen worden.  

Anschließend hatte die Rathaus-CSU um ihren Fraktionsvorstand Manuel Pretzl in einem Antrag die umfassende Aufklärung der Ereignisse gefordert. In der aktuellen Ausgabe der Rathaus Umschau hat sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zu besagten Vorkommnissen geäußert. 

OB Reiter bestätigt vereinzelte Übergriffe

Reiter bestätigte, dass es "leider vereinzelt zu Übergriffen" unter den 1.360 Gästen gekommen sei. „Es gab einen Vorfall, der bei der Polizei noch vor Ort angezeigt wurde“, sagt der Rathaus-Chef. „Die Polizei hat die Personalien des Täters aufgenommen. Bei einem weiteren Vorfall hat der Sicherheitsdienst sofort eingegriffen und den Täter mit seinen Begleitern der Veranstaltung verwiesen.“ Damit sei es aber noch nicht getan gewesen. „Die Polizei hat dieser Gruppe auf dem Marienplatz später einen Platzverweis erteilt, da sie versuchten, wieder ins Rathaus zu kommen.“

Den Verantwortlichen beim Rathaus-Clubbing gibt Reiter keine Schuld. „Das Sicherheitskonzept des Veranstalters hat funktioniert, Sicherheitsdienst und Polizei waren vor Ort und haben sofort eingegriffen.“ Dennoch will der Oberbürgermeister künftig Maßnahmen zur Prävention ergreifen. „Für zukünftige Veranstaltungen werden wir zudem verstärkt darauf achten, dass die Besucher auf korrektes Verhalten hingewiesen werden und neben dem Sicherheitsdienst zusätzliche, speziell ausgebildete weibliche Ansprechpersonen bereitstehen, die das Geschehen vor Ort beobachten und sofort eingreifen können.“

Hilfe für die Betroffenen steht bereit. „Einrichtungen, wie zum Beispiel die von der Landeshauptstadt München bezuschusste Münchner Insel (Telefon 22 00 41), sind selbstverständlich gerne bereit, Hilfe anzubieten“, sagt Reiter. 

hb

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