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Der Krater an der Sonnenstraße: Noch voraussichtlich bis Donnerstagabend muss der Verkehr hier einspurig vorbeigeführt werden.

Sonnenstraße: Jetzt beginnt das große Entrümpeln

München - Die Betroffenen des Rohrbruchs an der Sonnenstraße haben mit dem Reinemachen begonnen. Die Straßensperrung bleibt bis Donnerstagabend bestehen.

Nach den heftigen Überflutungen infolge des Wasserrohrbruchs an der Sonnenstraße laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Auch am Dienstag war ein Gutachter der Stadtwerke-Versicherung bei Betroffenen vor Ort. Sukzessive gehen die ersten Schadensmeldungen ein. Die Ursache für den kapitalen Rohrbruch in der Innenstadt bleibt bislang unklar.

Wie berichtet, hatte es in der Nacht zum Montag massive Überflutungen zwischen Stachus und Sendlinger-Tor-Platz an der Sonnenstraße gegeben. Zuvor war in rund zwei Metern Tiefe vor der Hausnummer 25 ein 40 Zentimeter dickes Frischwasserrohr gebrochen. Nach Schätzungen der Stadtwerke (SWM) waren dadurch fünf Millionen Liter Wasser in den Untergrund geflossen.

Wasserrohrbruch! Sonnenstraße überflutet

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Die Folge: Zahlreiche Keller, Tiefgaragen und Aufzugsschächte liefen voll und selbst ebenerdig liegende Geschäfte standen bis zu 40 Zentimeter tief unter Wasser. Da zwei Fahrspuren sowie der Gehweg der Sonnenstraße in nördliche Richtung unterspült wurden, mussten diese gesperrt werden.

Auch am Dienstag mussten diese Sperren aufrecht erhalten werden. Noch immer ist nur die linke der drei Fahrspuren in Richtung Norden für Autos freigegeben. Lastwagen werden bereits davor umgeleitet. Die Stadtwerke haben laut einem Unternehmens-Sprecher eine Fachfirma mit der Straßensanierung beauftragt. Nach jetzigen Einschätzungen soll der herausgespülte Untergrund bis heute wieder aufgefüllt werden. Die Straße könnte dann am Donnerstagabend wieder freigegeben werden. Unklar ist allerdings, ob der Straßenbelag bis dahin komplett oder nur provisorisch aufgebracht werden kann. Dies hängt auch davon ab, wie frostig die kommenden Tage werden.

Bilder von der Sonnenstraße: Lebensträume fallen ins Wasser

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Die Ursachenforschung ist derweil noch nicht entscheidend vorangekommen. Das gerissene Gusseisen-Rohr wurde ausgegraben und in ein Labor zur Untersuchung gebracht. Ob der Bruch durch Frost, Materialermüdung oder eine Untergrundbewegung verursacht worden ist, soll so herausgefunden werden.

Die ersten Opfer haben unterdessen mit dem Entrümpeln ihres durchnässten Inventars begonnen. „Sobald der Gutachter den Schaden aufgenommen hat, können die Geschädigten Firmen für Entrümpelungen und Trockenlegung bestellen“, so der SWM-Sprecher. Der Gesamtschaden sei noch nicht absehbar, gehe aber in die Millionen.

Sven Rieber

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