Massive Körperverletzung

Schläge, Tritte, Schreie: Gewaltexzess am Stachus

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In der Nacht auf Donnerstag ist ein Mann von einem anderen heftig attackiert worden. Die Polizei spricht von massiver Körperverletzung. 

München - Ein schockierender Gewaltausbruch hat sich am Donnerstag gegen 1.45 Uhr zugetragen. Ein 63-jähriger Obdachloser lag am Stachus im zweiten Untergeschoss, gleich neben der Rolltreppe und las Zeitung. Ein 59-Jähriger, der ebenfalls dem Obdachlosenmilieu zuzuordnen ist, nahm dem 63-Jährigen unvermittelt seine am Boden liegende Einkaufstüte weg. In der Tüte befanden sich zwei leere PET-Flaschen, eine angetrunkene PET-Flasche sowie ein Netz Orangen im Gesamtwert von ca. vier Euro. 

Der 63-Jährige versuchte seine Tüte zurückzubekommen und streckte seine Hände danach aus. Daraufhin schlug ihm der 59-Jährige mit beiden Fäusten ins Gesicht. Mit der halbvollen PET Flasche schlug er laut Polizei auf das linke Bein des 63-Jährigen. Dieser versuchte, sein Gesicht vor den Schlägen zu schützen und kam dabei ins Stolpern und stürzte zu Boden. 

Der 59-jährige Dieb fiel auf ihn drauf und setzte seine Faustschläge fort und traf den Älteren mit den Fäusten mehrfach am linken Auge und an der Nase. Der 59-Jährige kam wieder auf die Beine und versetzte dem Liegenden mehrfach Fußtritte im gesamten Körperbereich. 

Glücklicherweise kam eine Gruppe junger Männer vorbei, die den Täter von seinem Opfer zurückzogen. Alarmierte Polizeibeamte der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) fesselten den Täter und verbrachten ihn auf die Polizeiinspektion. Atemalkoholtests ergaben, dass beide Beteiligten nicht betrunken waren. Die Polizei bezeichnet den Vorfall selbst als „massive Körperverletzung“.

Der 63-Jährige erlitt durch den Angriff mehrere Frakturen im Bereich der Augenhöhle sowie einen Nasenbeinbruch. Er wird stationär in einen Krankenhaus behandelt.

Rubriklistenbild: © Philipp Guelland (Symbolfoto)

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