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So soll das neue Sperrengeschoss am U-Bahnhof Sendlinger Tor aussehen.

Kosten steigen auf 150 Millionen

Umbau genehmigt! Das wird neu am U-Bahnhof Sendlinger Tor

München - 2017 können die Arbeiter am U-Bahnhof Sendlinger Tor loslegen. Denn die Regierung von Oberbayern hat den Umbau nun genehmigt. Wegen zusätzlicher Maßnahmen steigen die Kosten.

Die Stadtwerke München bekamen den Planfeststellungsbescheid für die geplante Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des Bahnhofs am Mittwoch ausgehändigt. Die Hauptbaumaßnahmen starten ab 2017. Bis dahin stehen noch umfangreiche Vorarbeiten an. So müssen beispielsweise Leitungen für Abwasser, Fernwärme, Erdgas und Wasser verlegt werden. Diese Arbeiten laufen schon seit August und werden 2016 intensiviert. Größere Einschränkungen für die U-Bahn-Fahrgäste sind aber damit zunächst nicht verbunden.

Der Umbau am Sendlinger Tor ist das bisher größte Modernisierungsprojekt im Bereich der Münchner U-Bahnstationen. Vor allem soll die Leistungsfähigkeit des Bahnhofs steigen. Denn der dreistöckige U-Bahnhof wurde vor über 40 Jahren nicht auf das heutige Kundenaufkommen ausgelegt. Zu den Hauptverkehrszeiten gibt es deshalb immer wieder Engpässe.

Zusätzliche Wege, Zugänge und Rolltreppen

Um künftig mehr Kapazitäten zu haben, sind Umbauten im Bereich der Bahnsteige vorgesehen - besonders zusätzliche Verbindungswege. Auf Ebene der U1/U2 wird ein neuer Durchgang geschaffen. Dieser neue Bypass soll für eine Entzerrung der Fahrgastströme sorgen.

Herzstück ist der Umbau des zentralen Umsteigebereichs zwischen U1/U2 und U3/U6. Die dort vorhandenen Treppen werden neu angeordnet und erweitert. Staus und Querungen sollen somit weitgehend vermieden werden. Zwei neue Durchbrüche an den beiden Bahnsteigenden der U1/U2 sollen für weitere Entlastung sorgen.

Über den neuen Durchgang im Norden können Fahrgäste künftig das Sperrengeschoss erreichen, ohne den Zentralbereich durchqueren zu müssen. Vom neuen Tunnel im Süden gelangt man direkt an die Oberfläche (Blumenstraße zwischen Müller- und Pestalozzistraße).

Neu in den Plan aufgenommen wurden diese Umbauten

Hauptausgang: Der Ein- und Ausgang zum Sendlinger Tor größer dimensioniert. Damit entsteht Platz für eine zweite Rolltreppe.

Aufzüge: Der U-Bahnhof erhält am neuen Ausgang zur Blumenstraße auf Höhe Wallstraße einen zusätzlichen Aufzug. Außerdem werden die beiden Aufzüge die bisher im Sperrengeschoss enden, bis an die Oberfläche verlängert.

Stromversorgung U-Bahn: Teil des Gesamtprojekts ist nun auch der Einbau eines neues Gleichrichterwerks für die Stromversorgung der U-Bahn zur Realisierung der vorgesehenen Taktverdichtungen auf der U3/U6.

Brandschutz: Die Brandschutzmaßnahmen wurden weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen angepasst.

Hatte man die Umbaukosten erst auf 80 Millionen Euro geschätzt, wird es nun entsprechend teurer. Die zusätzlichen Maßnahmen treiben das Gesamtbudget nun auf 150 Millionen Euro. Auch wird es eine ganze Weile dauern, bis der U-Bahnhof fertig ist. Die Gesamtbauzeit ist auf fünf bis sechs Jahre veranschlagt. Bis 2022 müssen die Münchner also noch warten...

pm/mb

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