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Versiegelung in München: Nur 98 Quadratmeter pro Kopf zugebaut - Laut CSU ist daher „dauernde Kritik falsch“

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Von: Sascha Karowski

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Zahlreiche Menschen spazieren durch die Fußgängerzone in der Innenstadt.
Zahlreiche Menschen spazieren durch die Fußgängerzone in der Innenstadt. © Sven Hoppe/dpa

Ist München doch nicht die am meisten versiegelte Stadt in Deutschland? Das Referat für Stadtplanung sagt, es kommt auf die Betrachtungsweise an. Die CSU spricht vom Ende eines Mythos.

München - München wird immer als die am meisten versiegelte Stadt der Republik bezeichnet. Das stimme aber nur bedingt, sagt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung. Denn: Bislang wurde der Grad der Versiegelung immer auf Grundlage der Einwohnerdichte ermittelt – also des Verhältnisses zwischen Anzahl der Einwohner und Größe des Stadtgebietes. München ist allerdings in Sachen Fläche die kleinste Millionenstadt in Deutschland. Auf 31 100 Hektar (Fußballfelder) leben 1,56 Millionen Menschen. Zum Vergleich: In Hamburg wohnen 1,84 Millionen Menschen auf 75 520 Hektar.

München: Nur 98 Quadratmeter pro Kopf sind versiegelt - nur in Berlin ist es noch besser

Nun gibt es Studien und Untersuchungen, etwa durch den Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum, die auf Grundlage einer anderen Methodik arbeiten. In München sind knapp 14 480 Hektar versiegelt, also 46,6 Prozent. Rechnet man dies auf Einwohner hoch, ergibt sich eine Pro-Kopf-Versiegelung von 98 Quadratmetern. Dieser Rechenweise zufolge ist München tatsächlich eine der am wenigsten versiegelten Städte der Republik – wobei es faktisch dabei bleibt, dass circa die Hälfte der Stadtfläche zugebaut ist.

CSU-Stadtrat Hans Hammer: „Planen mit Augenmaß und ohne Pathos“

Die CSU jedoch freut sich über die neue Erkenntnis und spricht vom Ende eines Mythos. München ist weder übermäßig versiegelt noch übermäßig verdichtet, heißt es in einer Pressemitteilung. Unter den großen deutschen Städten sei lediglich Berlin mit 95 Quadratmetern besser als München. Stadtrat Hans Hammer: „Die dauernde Kritik an der gewaltigen Versiegelung und zu hohen Dichte ist schlicht falsch. Natürlich müssen wir bei allen Planungen darauf achten, dass die Versiegelung möglichst gering bleibt, aber wir können dies ohne Pathos und mit Augenmaß tun.“

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