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Die Lage am Königsplatz soll endlich besser werden. 

Dixies und mehr Kontrollen

Wildbiesler am Königsplatz: Das tut die Stadt dagegen

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München - Klagen über Wildbiesler und Obdachlose an der Glyptothek:  So will die Stadt die Probleme mit Wildbiesler und Co. lösen. 

Wildbiesler, Betrunkene, Obdachlose und Übernachtende rund um die Glyptothek am Königsplatz: Im September hatte sich FDP-Stadtrat Michael Mattar über die „unhaltbaren Zustände“ an diesem besonderen Ort beschwert – und die Stadt aufgefordert zu handeln. Nun gibt es eine Antwort aus dem Haus von Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD). Die Beteiligten, so heißt es darin zusammengefasst, tun alles, um die Situation zu verbessern. Mehr Kontrollen, wie von Mattar gefordert, wird es vorerst nicht geben.

Das Problem im Umfeld der Glyptothek war laut Schiwy bereits Thema bei der referatsübergreifenden Gruppe „Wildes Campieren“. Das Polizeipräsidium habe hier erklärt, dass die Grünanlage seit vielen Jahren Treffpunkt der Alkoholiker- und Obdachlosenszene sei. Regelmäßige Kontrollen hätten aber zur Folge, dass es kaum zu Ordnungsstörungen gekommen sei. Allerdings sei die Zahl der Personen zuletzt gestiegen. Das sei auf einen „Verdrängungseffekt“ zurückzuführen: Seit einiger Zeit werde rund um den Hauptbahnhof und den Alten Botanischen Garten verstärkt kontrolliert. Menschen seien von dort zur Glyptothek ausgewichen. Dennoch sei die Zahl der angezeigten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten kaum gestiegen. Bisher sei keine einzige Beschwerde wegen Ruhestörung eingegangen. Mattar hatte sich über „bis tief in die Nacht krakeelende Menschen“ aufgeregt. Die Polizei will aber weiter „nach Möglichkeit“ Streife fahren und das Geschehen dort überwachen.

Nach den Erkenntnissen der Streetworker der „Teestube komm“ des Evangelischen Hilfswerks München, die regelmäßig im Umfeld der Glyptothek unterwegs sind, gibt es einzelne Obdachlose, die dort auch übernachten. Es gebe aber keine größeren Lager oder Camps. Nur in letzterem Fall werde die Arbeitsgruppe „Wildes Campieren“ aktiv und räume.

Für den unmittelbaren Gebäudebereich, also auch Treppen und Podeste, ist der Freistaat Bayern als Eigentümer verantwortlich. Die Stadt München ist für die Pflege und Reinigung der Grünanlagen rund um die Glyptothek zuständig. Nach Schiwys Angaben werden diese bereits über das übliche Maß hinaus viermal wöchentlich gereinigt. Zudem seien im Sommer zwei zusätzliche, 100 Liter fassende Abfallbehälter aufgestellt worden. Das Baureferat überprüfe die Situation laufend. Und: Der Direktor der Glyptothek habe bereits Ende September eine mobile Toilettenkabine aufstellen lassen, „um eine mögliche Schädigung des Gebäudes durch Urinierende“ zu verhindern.

Aus der Sicht des Sozialreferats kommt die von FDP-Mann Mattar angesprochene Lärmbelästigung weniger von obdachlosen Personen als von Touristen und Münchnern, „die die Treppen der Glyptothek zum Feiern und Verweilen nutzen“. Um das Lärm- und Müllproblem in den Sommermonaten besser in den Griff zu bekommen, will Schiwy im kommenden Frühjahr das Allparteiliche Konfliktmanagement in München (AKIM) hinzuziehen. Diese Stelle, die beispielsweise am Gärtnerplatz im Einsatz war, um im Konflikt um lärmendes Partyvolk zu schlichten, nimmt eine Konfliktanalyse vor und versucht mit rein kommunikativen Mitteln, eine Lösung zu finden. 

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