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Zeppelinstraße München: Für breitere Radwege fallen 80 Parkplätze weg - „Auch Fußgänger profitieren“

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Von: Sascha Karowski

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Die Radwege auf der Zeppelinstraße werden deutlich breiter.
Die Radwege auf der Zeppelinstraße werden deutlich breiter. © Marcus Schlaf

Die Radwege auf der Zeppelinstraße werden deutlich breiter. Das hat der Stadtrat beschlossen. Von 130 Parkplätzen werden 80 gestrichen.

München - Die Stadt treibt die Verkehrswende voran. Der Mobilitätsausschuss hat am Mittwoch beschlossen , in der Zeppelinstraße 80 Parkplätze zu streichen. Dafür sollen Radwege breiter werden.

Zeppelinstraße in München: Radwege werden auf 4,50 Meter erweitert, Fahrbahn auf 3,50 Meter verkürzt

Geplant ist, für rund zwei Millionen Euro auf der Zeppelinstraße zwischen Rosenheimer Straße und Kreuzplätzchen einen Zweirichtungsradweg mit einer Breite von 4,50 Metern einzurichten. Für Autofahrer bleiben auf der Zeppelinstraße 3,50 Meter. Zudem wird der westlich der Bäume verlaufende Radweg dem Gehweg entlang der Isar zugeschlagen. 30 Fahrradabstellmöglichkeiten an den Einmündungsbereichen der Schwarzstraße und des Kreuzplätzchens sollen überdies geschaffen werden. „Davon profitieren unmittelbar auch Fußgänger, da Gehwege nicht mehr als Abstellplätze genutzt werden müssen“, sagt Stadtrat Christian Smolka (Grüne). „Wir schaffen sichere und breite Radwege auf einer der beliebtesten Münchner Radverbindungen entlang der Isar“, sagt SPD-Stadtrat Andreas Schuster.

„Besonders freut mich, dass die Protektionselemente, die wir zur Zeit an mehreren Stellen in München testen, bereits mitgedacht sind“, sagt Gudrun Lux (Grüne). Durch die Elemente werde verhindert, dass der Radweg zugeparkt wird.

Zeppelinstraße in München: FDP kritisiert, dass für Anwohner kein Ausgleich geschaffen werde

In den Jubelreigen wollte die Opposition nicht ganz einstimmen. Dass von 130 Stellplätzen nun am westlichen Fahrbahnrand 80 entfallen sollen, sorgt für Kritik. FDP-Stadtrat Fritz Roth lobte zwar, dass ein Engpass für Radfahrer beseitigt werde. Vernünftig wäre es aber auch, für die Anwohner, die auf das Auto angewiesen sind, einen Ausgleich zu schaffen. „Wir wollten, dass das Mobilitätsreferat mit dem Gasteig und Motorama über die Nutzung der dortigen Plätze für Anwohner spricht. Das wäre dann in der Tat ein Modell für eine Quartiersgarage.“ Tatsächlich hatten FDP und Bayernpartei einen Änderungsantrag eingebracht, der sich allerdings nur auf den Gasteig bezog. Dieser Antrag wurde abgelehnt.

Das Mobilitätsreferat hatte zudem im Vorfeld bereits darauf hingewiesen, dass im Lizenzgebiet „Nördliche Au“ in der Lilienstraße weitere Parkplätze ganztägig für Anwohner ausgewiesen werden sollen.

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