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Stadt für zweiten S-Bahn-Tunnel und Flughafen-Express

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München - München gibt grünes Licht für die umstrittene zweite S-Bahn-Stammstrecke und eine schnellere Flughafenanbindung.

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Nach der Staatsregierung hat auch der Stadtrat grünes Licht zum Bau des zweiten S-Bahn-Tunnels gegeben. Trotz eines recht klaren Votums des Rathaus-Parlaments bleibt das zwei Milliarden Euro teure Vorhaben aber umstritten.

Seit rund zehn Jahren planen der Freistaat und die Deutsche Bahn (DB) mittlerweile am Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke vom Haupt- zum Ostbahnhof. Trotzdem war das Vorhaben zuletzt noch einmal äußerst heftig diskutiert worden. Vor allem bei den Grünen, der CSU und der FDP war Kritik laut geworden, das Vorhaben könnte die Probleme des Bahnknotens München nicht lösen. Im Stadtrat ist die Diskussion am Mittwoch vorerst abgeschlossen worden.

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So stimmte das Rathaus-Parlament mit großer Mehrheit dem Bau der zweiten Röhre zu. Neben der SPD votierten auch die CSU und die Grünen mehrheitlich für das Milliarden-Vorhaben. Nur jeweils drei Stadträte beider Fraktionen wollten dem nicht folgen. Neben der zweiten Stammstrecke sprach sich der Stadtrat auch für den viergleisigen Ausbau der Trasse der S 8 zwischen Johanneskirchen und Daglfing aus. Dort sollen Express-S-Bahnen zum Flughafen rauschen. Zudem wünscht sich der Stadtrat, dass der besagte Abschnitt in einem Tunnel geführt wird.

Dem relativ einmütigen Votum des Stadtrats war eine heftige Diskussion vorausgegangen. SPD-Fraktionschef Alexander Reissl warf den Tunnelgegnern bei der CSU, der FDP und den Grünen vor, das Projekt mit ihren Zweifeln gefährdet zu haben. OB Christian Ude (SPD) kritisierte insbesondere das „schwarze“ Lager. „Jeder Penner“ sei im Vergleich zur CSU ein Verhandlungsgenie.

M. Kristlbauer

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